Kinderreport 2015
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat den Kinderreport 2015 vorgelegt. Er basiert auf einer repräsentativen Befragung von Kindern, Jugendlichen und Eltern zu den Kinderrechten und zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Gefragt wurde auch nach wichtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut.
Bei der repräsentativen Umfrage durch das Markt- und Trendforschungsinstitut EARSandEYES ging es unter anderem um die UN-Kinderrechtskonvention: Wie bekannt sind die Kinderrechte und die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland? Können Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag genug mitbestimmen und was wäre wichtig, um die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern? Was sind die Ursachen für die hohe Kinderarmutsquote in Deutschland und wie könnte den von Armut betroffenen Kindern am besten geholfen werden? Womit verbringen Kinder ihre Zeit? Wie schätzen Kinder Medien in Deutschland hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Interessen ein?
Als wichtigste Maßnahmen gegen Kinderarmut sehen die Befragten kostenloses Essen, Bücher, Lehrmittel und Aktivitäten in Kita und Schule sowie einen kostenlosen Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Als weitere wichtige Maßnahmen werden mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in Schulen und Kitas und höhere Einkommen genannt.
Unterstützung erhalten durch die Umfrage auch die Forderungen nach mehr Kindergeld und nach einer Erhöhung der Sozialgeld-Regelsätze. Staatliche Eingriffe in die Erziehungshoheit der Eltern werden dagegen kritischer gesehen. Gleichzeitig wünschen sich die Kinder und Jugendlichen mehr Aufklärung über Kinderarmut in den Medien. Als wichtig wird von ihnen auch angesehen, dass arme und reiche Kinder mehr Zeit miteinander verbringen.
Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 29. Januar 2015 unter
www.dkhw.de/Pressemitteilungen
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Hrsg.):
Kinderreport Deutschland 2015
Rechte von Kindern in Deutschland
68 Seiten
Der Kinderreport 2015 sowie eine Zusammenfassung und weitere Informationen stehen unter www.dkhw.de zum kostenlosen Download bereit.


