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Haushalte nach Größe und Zusammensetzung

In Niedersachsen lebten 2018 etwa 7,93 Mio. Menschen in rund 3,97 Mio. Privathaushalten, was einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,0 Personen entsprach.

Mit 42,1 % machten die Einpersonenhaushalte den größten Teil an allen Haushalten aus, ein Drittel der Haushalte (33,8 %) waren Zweipersonenhaushalte. Etwa jeder neunte Haushalt (11,4 %) war ein Dreipersonen- und jeder elfte ein Vierpersonenhaushalt (9,1 %). Größere Haushalte hatten einen Anteil von 3,5 %. Der Anteil der Mehrpersonenhaushalte insgesamt verringerte sich mittelfristig von 2013 zu 2018 um 2,0 Prozentpunkte auf 57,9 %.

In den Großstädten liegt der Anteil der Singlehaushalte teilweise bei über 50 %. In Göttingen waren es 2018 sogar zwei Drittel, bedingt durch den großen Anteil von Studierenden in der Bevölkerung. Dort lebten bei Betrachtung aller Haushalte durchschnittlich nur 1,5 Mitglieder in einem Haushalt, im Landkreis Cloppenburg dagegen 2,4.

Von 2013 bis 2018 nahm die Bevölkerung in Privathaushalten mit 2,0 % um rund 156.000 Personen zu. Zugleich stieg die Zahl der Haushalte mit 126.000 um 3,3 % an, wobei hiervon etwa neun von zehn dieser "hinzugekommenen" Haushalte Einpersonenhaushalte waren. Ihre Anzahl vergrößerte sich damit um 8,1 %. Die Zahl der Haushalte mit zwei Personen stieg um 2,0 % und die der Vierpersonenhaushalte um 0,3 % (mehr als vier: +0,1 %). Einen Rückgang gab es im gleichen Zeitraum hingegen bei Haushalten mit drei Personen um 1,6 %. Diese Veränderungen sind bereits seit vielen Jahren zu beobachten.

So lebte 2018 mehr als ein Fünftel (21,1 %) der Bevölkerung allein, ein Drittel (33,9 %) zu zweit und etwa jede bzw. jeder Sechste (17,2 %) zu dritt. 18,3 % lebten in einem Vierpersonenhaushalt. Mittelfristig zeigte sich gegenüber 2013 eine Abnahme bei allen Mehrpersonenhaushalten im Durchschnitt um 1,2 Prozentpunkte auf 78,9 %. Im Umkehrschluss vergrößerte sich der Anteil der in einem Haushalt alleinlebenden Bevölkerung um 1,2 Prozentpunkte.

Der Trend zu kleineren Haushalten bei wachsender Bevölkerungszahl führt zu einem weiter steigenden Bedarf an Wohnraum (in entsprechender Größe). Für Einpersonenhaushalte geht dies oft mit einer höheren Mietbelastung einher, während sich bei Haushalten mit zwei Einkommensbeziehenden die Gesamtmiete entsprechend verteilt. Dabei sind Einpersonenhaushalte ohnehin einem vergleichsweise hohen Armutsrisiko ausgesetzt.

Der schwindende Anteil von Mehrpersonenhaushalten in den größeren Städten ist jedoch nicht nur demografisch bedingt und weil die Zahl und Größe der Familien abnimmt. Die Entwicklung hat auch mit der Bezahlbarkeit von Wohnraum für Familien zu tun, die eher im Umland gewährleistet ist als in den Zentren.

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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