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Atypische Beschäftigung

Die Zahl der Erwerbstätigen steigt seit einigen Jahren von einem historischen Hoch zum nächsten. Allerdings handelt es sich bei diesem Zuwachs in vielen Fällen nicht um Normalarbeitsverhältnisse, sondern um atypische Beschäftigung. Zu dieser zählen - in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis - Beschäftigungen, die in Teilzeit mit 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche oder geringfügig, befristet oder als Zeitarbeit ausgeübt werden. Dabei ist ein Auftreten von mehreren Merkmalen gleichzeitig nicht unüblich.

In Niedersachsen standen 2016 von den 3,5 Mio. Kernerwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahre (ohne Auszubildende oder Personen in Bildung) 780.800 Menschen in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis.

Dies entsprach einem Anteil von 22,3 %. Während bei den Männern mit 11,9 % (224.300 Personen) nur etwa jeder Achte einer atypischen Beschäftigung nachging, war es bei den Frauen jede Dritte (34,2 % bzw. 556.500 Personen).

Mit zunehmenden Alter sinkt der Anteil der atypischen Beschäftigung. Junge Erwerbstätige bis unter 25 Jahre sind zu einem Drittel atypisch beschäftigt. Die niedrigsten Anteile sind bei den Altersgruppen 45 bis unter 55 Jahren und der Altersgruppe darüber zu beobachten (19,7 % bzw. 20,6 %). Allerdings gibt es einen beträchtlichen Unterschied bezüglich Altersgruppe und Geschlecht: Frauen aller Altersgruppen weisen eine ähnlich hohe Quote atypischer Beschäftigung auf. Bei denjenigen im Alter von 35 bis unter 45, der Hauptfamilienphase, war 2016 der Anteil mit 38,2 % am höchsten und bei denen im Alter zwischen 25 und unter 35 Jahren mit 29,3 % am niedrigsten. Ein Wert, der bei den Männern nur bei den unter 25-Jährigen leicht überboten wird (31,4 %). Bei den 25- bis unter 35-Jährigen liegt der Anteil der atypisch Beschäftigten nur noch bei einem Fünftel und bei den 35 bis unter 45-Jährigen geht nur jeder zehnte (10,8 %) einer atypischen Beschäftigung nach. Den niedrigsten Anteil verzeichnet die Altersgruppe der 45- bis unter 55-Jährigen mit 6,5 %.

Atypisch Beschäftigte sind in zwei Drittel aller Fälle teilzeitbeschäftigt (66,2 %), befristet zu beinahe einem Drittel (31,3 %) und zu 29,9 % geringfügig beschäftigt. 8,7 % sind Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer. Viele von ihnen erfüllen mindestens zwei Kriterien der atypischen Beschäftigten, sind also beispielsweise befristet und in Teilzeit tätig, daher ergibt die Summe der Auflistung mehr als 100 %.
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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