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Unterbeschäftigung

In der ILO-Definition, erfragt im Mikrozensus, fallen unter die Unterbeschäftigten Erwerbstätige, die den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden haben und für zusätzliche Arbeitsstunden verfügbar sind. Konkret werden die Auskunftspflichtigen gefragt: "Würden Sie gerne Ihre normale Wochenarbeitszeit erhöhen, wenn Sie dadurch einen höheren Verdienst hätten?" Unterbeschäftigung kann dabei als IndArbeitskräftepotenzial gesehen werden.

In Niedersachsen betrug 2016 die Zahl der Erwerbstätigen ohne Auszubildende 3,38 Mio. Von diesen hatten 277.000 den Wunsch, normalerweise mehr als gegenwärtig zu arbeiten (Frauenanteil: 55,4 %). Das entsprach einem Anteil von 8,2 %. Bei den Männern betrug der Anteil 7,0 %, und unter den erwerbstätigen Frauen wünschte sich etwa jede Zehnte (9,5 %), die Arbeitszeit zu erhöhen, was vor allem mit dem viel höheren Teilzeitanteil gegenüber den Männern zu tun hat.

So war auch der Wunsch nach Mehrarbeit bei den Teilzeitarbeitenden höher ausgeprägt als bei den Erwerbstätigen mit mindestens 36 Wochenstunden. Bei Ersteren betrug der Anteil mit dem Wunsch nach Ausweitung der Arbeitszeit bei den Frauen 13,9 % und bei den Männern 15,9 %. Dabei werden bei dieser Auswertung nur diejenigen berücksichtigt, die auch tatsächlich innerhalb der nächsten zwei Wochen Mehrarbeit leisten könnten und nicht verhindert wären.

Auch in welcher Form die Unterbeschäftigten mehr arbeiten wollen, wird im Mikrozensus erfragt: Frauen wie Männer (63,1 % und 62,7 %) möchten ganz mehrheitlich eine Aufstockung der bereits ausgeübten Tätigkeit. Eine zusätzliche Tätigkeit möchten 14,7% der Frauen und 15,1 % Männer. Mit 11,3 % wollen Frauen deutlich öfter durch die Aufnahme einer neuen Tätigkeit mehr arbeiten als dies bei den Männern der Fall ist (8,7%).

Bei den unterbeschäftigten Frauen will der größte Anteil mit 39,8 % in der Woche 36 bis 40 Stunden arbeiten. Bei den Männern trifft dies auf ein Drittel zu (33,7 %). Dabei will jeder vierte unterbeschäftigte erwerbstätige Mann (25,8 %) sogar 45 bis 49 Stunden arbeiten und 23,2 % noch mehr Stunden. Bei den unterbeschäftigten Frauen sind hier die Anteile deutlich geringer (6,1% und 4,1%).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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