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Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Teilzeitarbeit

In Deutschland lebten am 30.06.2016 insgesamt 31,19 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, darunter 2,95 Mio. in Niedersachsen (Wonortprinzip). Frauen hatten unter Letzteren einen Anteil von 45,5 % (Bundesdurchschnitt: 46,5 %). Regional traten in Niedersachsen relativ niedrige Frauenanteile vor allem in industriell geprägten Standorten wie dem Emsland, Cloppenburg und Salzgitter (jeweils 41,2 %), im Landkreis Wesermarsch (41,8 %) und in Wolfsburg (42,1 %) auf. In der Stadt Göttingen hingegen waren mit 50,9 % mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiblich. Auch in den Städten Hannover (47,9 %), Oldenburg (49,1 %) und in den Landkreisen Uelzen (48,2 %) und Lüneburg (48,4 %) waren die Anteile mit am höchsten.

Mit 27,9 % war in Niedersachsen (Wohnort) mehr als jede vierte in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis stehende Person in Teilzeit tätig (Bundesdurchschnitt: 27,3 %). Der Frauenanteil lag bei 82,3 % und damit über dem Bundeswert von 79,6 %. In den Großstädten mit ihrem hohen Dienstleitungsanteil und größerem Verwaltungsapparat ist der Frauenanteil unter den Teilzeitbeschäftigten noch am niedrigsten. Die fünf niedrigsten Werte waren 2016 außer in Wolfsburg in den fünf größten Städten des Landes zu verzeichnen. Umgekehrt sind die entsprechenden Anteile am höchsten in eher ländlichen Regionen mit einem hohen Gewicht produzierender Branchen wie in den Landkreisen Vechta (87,3 %), Grafschaft Bentheim (87,1 %) und Holzminden (je 86,9 %).

Teilzeitarbeit erleichtert zwar die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben nach einer Elternzeit. Die Tatsache, dass vier von fünf Teilzeiterwerbstätigen Frauen sind, zeigt aber, dass alte Rollenmuster noch wirksam sind. Darüber hinaus führt eine dauerhafte Teilzeitarbeit auch immer zu niedrigen Verdiensten und damit langfristig zu einem niedrigen Rentenanspruch.

Allerdings gehen immer mehr Frauen überhaupt einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach: Die Beschäftigungsquote der Frauen stieg von 2006 bis 2016 kontinuierlich um mehr als 10 Prozentpunkte auf 52,5 % an. Das heißt, jede zweite Frau zwischen 15 und unter 65 Jahre war 2016 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Hälfte übte aber "nur" eine Teilzeitbeschäftigung aus, die Frauen-Teilzeitquote betrug 50,4 %. Zum Vergleich: Bei den Männern wuchs die Beschäftigungsquote im selben Zeitraum um rund 9 Prozentpunkte auf 60,6 %. Hier war 2016 aber nur jeder Elfte (9,1%) teilzeitbeschäftigt.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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