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Erwerbstätige am Wohnort

Während die Betrachtung der Daten über Erwerbstätige am Arbeitsort vor allem die Struktur des Arbeitsmarktes und des Arbeitsangebotes darstellt, gibt der Blick auf die Erwerbstätigen am Wohnort mit Daten der Haushaltebefragung des Mikrozensus die Möglichkeit, die Erwerbstätigen differenzierter nach soziodemographischen Gruppen zu betrachten.

Im Jahr 2016 lebten in Niedersachsen 3,9 Mio. Erwerbstätige. Gegenüber 2011 war dies ein Zuwachs von über 200.000 Personen bzw. 5,7 % (bundesweit +6,2 %). Die Anzahl der erwerbstätigen Frauen stieg dabei mit 6,1 % stärker an als die der Männer (+5,4 %). Die Erwerbstätigenquote lag 2016 in Niedersachsen bei 73,2 %, d.h., es gingen rund drei Viertel der Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Dabei war die Quote der Männer mit 77,3 % weiterhin höher als die der Frauen mit 69,0 %. Der Abstand verkleinert sich aufgrund der wachsenden Zahl der erwerbstätigen Frauen aber kontinuierlich.

Regional differierten die Erwerbstätigenquoten zwischen 64,5 % in Salzgitter bis hin zu 81,5 % in der Grafschaft Bentheim. Dabei lagen die Erwerbstätigenquoten der Frauen vor allem in klassischen Industriestandorten noch weit unter denen der Männer. Nur in Göttingen lag die Erwerbstätigenquote der Frauen mit 69,6 % über der der Männer von 67,3 %.

Die geringsten Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es bei den unter 30-Jährigen. Am größten ist die Differenz bei den 30- bis unter 40-Jährigen. Frauen verzichten hier aufgrund von Kindererziehung häufiger als Männer auf eine Erwerbstätigkeit. Am höchsten war 2016 die Quote bei Männern wie Frauen zwischen 45 und unter 50 Jahren. Letztere kehren oft nach familienbedingter Unterbrechung in den Beruf zurück. Ein großer Unterscheid zeigt sich wieder bei den 60- bis unter 65-Jährigen, wo nur jede zweite Frau, aber fast zwei von drei Männern erwerbstätig sind.

Ein Grund dafür ist sicherlich eine mit Erwerbstätigkeitsverzicht einhergehende, zumeist von den Frauen übernommene, Pflege von Angehörigen. (So auch frühere Verrentungen insbesondere bei älteren Partnern.)

Insgesamt nimmt die Erwerbstätigkeit im Rentenalter zu: Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Niedersachsen im Alter von 66 und mehr von 37.200 auf 82.400 im Jahre 2016. Die Erwerbstätigenquote verdoppelte sich zugleich in dieser Altersgruppe von 2,5 % auf 5,1 % im Jahre 2016. Bei den Frauen erhöhte sich die Quote von 1,6 % auf 3,4 % und bei den Männern von 3,8 % auf 7,4 %. Die Altersgruppe 66 und älter wurde bei dieser Betrachtung gewählt, um eine Verzerrung durch den Anstieg des Renteneinstiegsalters, das 2016 bei 65 Jahren und 5 Monaten lag, auszuschließen.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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