Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Suche

Mini-Jobs

Die ausschließlich geringfügige Beschäftigung kann zwar ein (Wieder-)Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis sein. Vor allem wird sie von den "Minijobbenden" aber als willkommene Gelegenheit für einen Nebenverdienst neben der Schul- oder Berufsausbildung, dem Rentenbezug oder der Familien- beziehungsweise Hausarbeit betrachtet. Überwiegend wird sie aber auch sehr kritisch gesehen, besonders in Hinblick auf die Altersversorgung, da die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Regel keine Beiträge in die Sozialversicherung zahlen und brutto für netto verdienen. Das kann Anreize schaffen, auf eine umfangreichere Tätigkeit zu verzichten. Schließlich droht bei langandauernder geringfügiger Beschäftigung Altersarmut.

In Deutschland waren am 30.06.2016 durchschnittlich 9,0 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ausschließlich geringfügig beschäftigt. In Niedersachsen (Arbeitsort) gab es 509.885 dieser sogenannten "Mini-Jobs", die nicht als Nebenbeschäftigung ausgeübt wurden. Das entsprach einer Quote von 9,9 %. Die niedrigsten Quoten zwischen 5,5 % bis 6,3 % verzeichneten die ostdeutschen Länder. Höhere Quoten als in Niedersachsen gab es nur in Nordrhein-Westfalen (10,4 %), Bremen und im Saarland (beide 10,5 %).

Die Spannweite der Quoten reichte 2016 in Niedersachsen von 6,5 % in der Stadt Göttingen bzw. 6,8 % im Landkreis Gifhorn bis zu 15,5 % in der kreisfreien Stadt Emden. Die Minijob-Quoten waren vor allem in Kreisen in der Statistischen Region Weser-Ems (11,6 %) überdurchschnittlich hoch und niedrig in der Statistischen Region Braunschweig (8,5 %). Hier scheint eine Ost-West-Struktur wie schon im Vergleich der Bundesländer sichtbar zu werden. Gegenüber dem Vorjahr sank die Quote in nahezu allen Kreisen, in der Stadt Osnabrück mit 0,6 Prozentpunkten am stärksten. Einen geringfügigen Anstieg gab es nur in Osterholz (+0,1 Prozentpunkte) auf unterdurchschnittlichem Niveau (8,4 %). Landes- als auch bundesweit nahm die Quote um 0,2 Prozentpunkte ab.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

<<< zurück