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Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern

In Niedersachsen gab es im Jahr 2016 insgesamt 777.000 Mütter im Erwerbsalter, die ledige Kinder unter 18 Jahre hatten. Die Hälfte von ihnen (49,9 %) hatte ein Kind, ein gutes Drittel (37,7 %) hatte zwei Kinder und nur 12,5 % hatten drei oder mehr Kinder. 480.000 bzw. 61,8 % der Mütter waren aktiv erwerbstätig. Sie gingen in der Berichtswoche tatsächlich einer Erwerbstätigkeit nach und waren nicht etwa vorübergehend, z. B. wegen Mutterschutz oder Elternzeit, beurlaubt oder arbeiteten krankheitsbedingt nicht. Fast drei Viertel (73,8 %) dieser Mütter, nämlich 354.000, übten eine Teilzeittätigkeit aus. Bezogen auf alle Mütter mit minderjährigen Kindern im Erwerbsalter betrug die Teilzeit-Quote 45,6 %.

Dabei ist die Erwerbsbeteiligung abhängig von der Anzahl der Kinder: Je mehr Kinder eine Mutter hat, desto geringer ist ihre Erwerbsbeteiligung und desto höher ist der Teilzeitanteil unter den erwerbstätigen Müttern. 65,5 % der Mütter mit einem Kind waren aktiv erwerbstätig, bei zwei Kindern sank der Anteil nur geringfügig auf 63,1 %. Der entscheidende "Knick" tritt bei den Müttern von 3 und mehr Kindern auf, die nur noch zu 42,3 % erwerbstätig waren. Mit drei zu betreuenden Kindern wird eine zusätzliche Erwerbstätigkeit für die Mütter schwierig. Diese Gruppe von Frauen ist nicht sehr groß; es handelt sich um 97.000 Mütter, von denen 41.000 aktiv erwerbstätig waren. Es ist davon auszugehen, dass es sich bei den verbleibenden nicht aktiv erwerbstätigen 56.000 Müttern zum Teil auch um Frauen handelt, deren Lebensentwurf weniger auf das Erwerbsleben und mehr auf Familie und Kinder ausgerichtet ist.

Der Teilzeitanteil der erwerbstätigen Mütter lag bei denen mit einem Kind bei 68,9 %. Bei den Müttern mit 2 sowie 3 und mehr Kindern (79,5 % bzw. 78,0 %) lag er fast gleichauf. Von den 354.000 in Teilzeit tätigen Müttern minderjähriger Kinder arbeiteten 2016 laut Mikrozensusergebnissen mehr als vier Fünftel (82,2 %) aufgrund persönlicher oder familiärer Verpflichtung in Teilzeit.

Bei den Vätern ist die Situation völlig anders: 2016 gab es 647 000 Väter im erwerbsfähigen Alter mit ledigen Kindern unter 18 Jahren. Die Quote der aktiv Erwerbstätigen lag mit 83,3 % deutlich über der der aktiv erwerbstätigen Mütter. Die Teilzeitquote betrug nur 5,8 %, ein Dreizehntel des Wertes der Mütter. Unter den Vätern mit einem Kind waren 83,5 % aktiv erwerbstätig, bei zwei Kindern gar 86,6 %, bei drei Kindern und mehr noch drei Viertel (74,1 %). Vollzeittätig waren bei einem Kind 94,2 %, bei zwei Kindern 95,0 % und bei mehr Kindern 90,5 %. Von den 31 000 teilzeittätigen Vätern mit Kindern unter 18 Jahren waren - anders als bei den Müttern - nur 29,0 % aufgrund persönlicher oder familiärer Verpflichtung nicht in Vollzeit tätig (statistische Aussagekraft eingeschränkt).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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