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Niedersachsen verstärkt Hilfen für Wohnungslose

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann hat ein Konzept zur Verbesserung der Situation wohnungsloser Menschen vorgestellt. So werde das Land unter anderem seine Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten verstärken. Zudem werde die Wohnungslosenhilfe fachlich weiterentwickelt. Dr. Carola Reimann stellte das Konzept bei dem von ihrem Ministerium und der Zentralen Beratungsstelle Niedersachen in Hannover ausgerichteten Fachtag mit dem Titel "Die Würde wohnungsloser Menschen" vor. Mehr als 100 Fachleute diskutierten im Januar 2020 die Herausforderungen, der sich die Wohnungslosenhilfe aktuell stellen muss.

"Wohnungslosigkeit ist eine besonders prekäre Form von Armut und sozialer Ausgrenzung, denn Wohnen gehört zweifellos zu den absolut elementaren Grundbedürfnissen eines jeden Menschen", sagte die Sozialministerin: "Wir müssen diesen Menschen in Not helfen. Wir verstärken die Hilfen für Wohnungslose." Sie erläuterte das Engagement des Landes zur Sicherung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums sowie die über das Sozialministerium geförderten Modellprojekte z.B. für wohnungslose Frauen, zur Eingliederung wohnungsloser Menschen in Arbeit und zur Selbstvertretung Wohnungsloser.

Der Geschäftsführer der Zentralen Beratungsstelle Niedersachsen Ulrich Friedrichs ergänzte: "Mit dem gemeinsamen Fachtag weisen wir auf die aktuellen Problemlagen hin - zum Beispiel die Versorgung von erkrankten Wohnungslosen und die Situation von obdachlosen Frauen benötigen besondere Beachtung. In all unserer Arbeit ist uns wichtig, dass wohnungslose Menschen mit Würde behandelt werden. Deshalb führen wir unser Engagement für die Qualifizierung der Wohnungslosenhilfe kontinuierlich fort."

Flächendeckendes Beratungs- und Hilfsangebot

In Niedersachsen gibt es mit 54 Beratungsstellen und 35 Tagesaufenthalten ein flächendeckendes Angebot an ambulanten Hilfen. Zusätzlich gibt es über 1.300 Plätze in stationären Einrichtungen und 15 Beratungsstellen der nachgehenden Hilfe. Das Land stellte im Jahr 2019 als überörtlicher Träger der Sozialhilfe für diese Aufgaben rund 33,7 Mio. Euro zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Sozialministerium, 22.01.2020 www.ms.niedersachsen.de

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