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4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen

2021_4ter-Atlas-Gleichstellung-NdsDas Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat den 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen veröffentlicht. Ein erfreuliches Ergebnis: Der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld stieg 2020 auf 38,4 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch, dass nach wie vor statistisch nachweisbare Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern bestehen. Die COVID-19-Pandemie des Jahres 2020 hat den Handlungsbedarf deutlich sichtbar werden lassen.

"Das neu in den Atlas aufgenommene Kapitel Erwerbs- und Sorgearbeit ist mir besonders wichtig", betont Niedersachsens Gleichstellungsministerin Carola Reimann. "Bei der Wahrnehmung von Kinderbetreuungs- und Pflegeaufgaben durch erwerbstätige Elternpaare sind wir trotz der positiven Entwicklung im Elterngeldbezug von einer gleich verteilten Belastung der Frauen und Männern aber noch weit entfernt. Das wurde während der Corona-Pandemie besonders deutlich. Es ist daher wichtig, die Voraussetzungen für eine gerechtere Aufteilung der Sorgearbeit innerhalb der Familien zu schaffen. Homeoffice kann hierzu beitragen."

Der 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen enthält Informationen zum gleichstellungspolitischen Umsetzungsstand in den Gemeinden und Kreisen in Niedersachsen und bietet gesicherte Daten für eine nachhaltige und zielorientierte Gleichstellungspolitik. Der regionalisierte Indikatorenkatalog umfasst nunmehr 39 Indikatoren, die den fünf Kategorien "Partizipation", "Bildung und Ausbildung", "Arbeit und Einkommen", "Erwerbs- und Sorgearbeit" und "Lebenswelt" zugeordnet sind.

Nach wie vor bestehen trotz einiger beachtlicher Fortschritte statistisch nachweisbare Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern. Frauen nehmen nach wie vor seltener Führungspositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein. Sie werden immer noch schlechter bezahlt, arbeiten häufiger in Teilzeit und leisten einen erheblichen Teil der Sorgearbeit.

Die COVID-19-Pandemie des Jahres 2020 hat den Handlungsbedarf deutlich sichtbar werden lassen. Eine gerechte Vergütung der überwiegend von Frauen wahrgenommenen erzieherischen und pflegerischen Berufe hat dabei ebenso die Diskussionen bestimmt wie die Notwendigkeit, einer breiteren Bevölkerungsschicht eine Berufstätigkeit im Home-Office zu ermöglichen.

Bericht und Tabellenteil stehen zum Download zur Verfügung auf der Internetseite des Ministeriums

Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 13.01.2021, www.ms.niedersachsen.de

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