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Niedersachsen: Rückgang der Armutsgefährdung

Die Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2018 in Niedersachsen bei 15,0% und damit 0,8 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Zugleich war dies der niedrigste Wert seit 2011. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilte, waren damit circa 1,17 Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut betroffen. Im Bundesdurchschnitt betrug die Quote 15,5% (-0,3 Prozentpunkte).

Als armutsgefährdet gelten alle Personen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 60% des regionalen Durchschnitts, gemessen am Median. Die Armutsgefährdungsschwelle lag 2018 in Niedersachsen für einen Einpersonenhaushalt bei 1.016 Euro, für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2.134 Euro. Bei Haushalten von Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 Jahren waren es 1.321 Euro.

Von den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren waren 19,3% von Armut bedroht. Das entsprach einem Rückgang gegenüber 2017 um 1,3 Prozentpunkte. Auch in allen weiteren Altersgruppen sank die Armutsgefährdungsquote. Bei den Menschen ab 65 ging die Quote mit 0,4 Prozentpunkten auf 14,2% am schwächsten zurück.

Alleinerziehende waren mit 38,7% deutlich stärker als der Durchschnitt von Armut gefährdet. Ihre Quote verringerte sich jedoch zum dritten Mal in Folge (-3,4 Prozentpunkte gegenüber 2017). Bei Familien mit drei und mehr Kindern zeichnet sich dagegen seit 2014 ein Trend zu steigenden Quoten ab, mit einem neuen Höchstwert (29,7%) im Jahr 2018.

Bei den Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sank die Quote ebenso wie bei denen ohne Zuwanderungsgeschichte. Die Quote Ersterer war mit 28,2% jedoch immer noch zweieinhalb Mal so hoch wie bei Letzteren (11,2%).

Bei der Bildung zeigt sich weiterhin ein klarer struktureller Unterschied: Bei den 25-Jährigen und älteren mit niedrigem Qualifikationsniveau war die Armutsgefährdung 2018 (30,6%) etwa drei Mal so hoch wie bei denen mit mittlerem Qualifikationsniveau (10,8%) und beinahe sechs Mal so hoch wie bei denen mit hohem Qualifikationsniveau (5,4%).

LSN-Pressemitteilung vom 25.07.2019 www.statistik.niedersachsen.de

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