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Niedersachsen: Landespflegebericht 2020

2021_Landespflegebericht-2020Niedersachsen hält für Pflegebedürftige eine umfassende Versorgungsstruktur bereit und bildet auf vielfältige Art Fachkräfte aus. Doch in den Regionen muss das Angebot an bestimmten Stellen weiterentwickelt werden. Das ist eine zentrale Erkenntnis des Niedersächsischen Landespflegeberichts 2020, den Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens am 29. Juni 2021 dem Kabinett vorgelegt hat.

"Wir haben die Pflegeberichterstattung in Niedersachsen weiterentwickelt und erhalten nun erstmals interessante Informationen zur Lage in den einzelnen Regionen, die die Kommunen bei ihrer Weiterentwicklung des örtlichen Angebots unterstützen", erklärt Ministerin Daniela Behrens. "Wir haben bewusst den Schwerpunkt auf die Analyse des Fachkräftebedarfs gelegt, denn eine ausreichende Anzahl an Fachkräften ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass wir in Zukunft in Niedersachsen Pflegebedürftige weiterhin qualitativ hochwertig versorgen können – auch in den ländlichen Regionen!" Die Aufwertung des Landespflegeberichts, so dass er den Regionen konkrete Anhaltspunkte für ihre Versorgungsplanung bietet und Entwicklungspotenziale aufzeigt, sei ein weiterer Beitrag des Landes zur Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni).

Neben einer verstärkten regionalen Ausrichtung und Handlungsorientierung erfolgt erstmalig auch eine Schwerpunktsetzung im Bericht. Hierbei wurde die aus fachlicher Sicht derzeit dringlichste Herausforderung in der Pflege umfassend analysiert: Die Fachkräftesicherung. Hierfür wird die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Beschäftigungsmarkt sowie die Ausbildungsaktivitäten in den Pflegeberufen dargestellt und tiefgehend analysiert. Durch eine Befragung von Pflegeeinrichtungen, Pflegeschulen und Krankenhäusern werden offizielle Daten zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt Pflege sinnvoll ergänzt.

In Verbindung mit weiteren Daten, insbesondere denen zur demographischen Entwicklung sowie zur Pflegebedürftigkeit und pflegerischen Versorgungsstruktur, erfolgt im Bericht erstmalig eine Analyse der pflegerischen Versorgungssicherheit für die Kommunen in Niedersachsen. Der hierbei geschaffene Index erlaubt es, die Kommunen untereinander zu vergleichen und weist aus, in welchen Regionen und Kommunen größere Herausforderungen bezüglich der Sicherung der pflegerischen Versorgungsstruktur bestehen.

Daneben erfolgt eine Identifizierung handlungsorientierter Maßnahmen zur Anpassung und Verbesserung der pflegerischen Versorgungsstruktur. Hiermit erhalten Politik und Verwaltung Ansatzpunkte für eine effektive zukünftige Gestaltung der pflegerischen Versorgungslandschaft in Niedersachsen.

Ergebnisse des Berichts sind u.a.:

  • Die Pflegebedürftigkeit ist regional unterschiedlich ausgeprägt.
  • Die Versorgungsnetze sind umfassend vorhanden, müssen aber mancherorts stärker am Bedarf ausgerichtet werden.
  • Der Fachkräfteengpass in der Pflege wird deutlich.
  • Die Ausbildungsstrukturen sind auf Wachstumskurs.
  • Die fachpflegerische Versorgungssicherheit ist regional unterschiedlich ausgeprägt.
Ministerin Daniela Behrens zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit den im Bericht dargestellten Ergebnissen. Sie mahnt jedoch ein entschlossenes Handeln auf Bundes- und Landesebene sowie in den Kommunen an, um auch zukünftig die pflegerische Versorgung sicherzustellen: "Dank verschiedener Maßnahmen ist die pflegerische Versorgung in Niedersachsen flächendeckend sichergestellt. Erfreulich ist insbesondere, dass die Ausbildungszahlen in den Pflegeberufen in den letzten Jahren angestiegen sind und weiter ansteigen werden."

Es werde aber ein noch stärkerer Anstieg der Ausbildungszahlen benötigt, um die Fachkräfte zu ersetzen, die zukünftig aus dem Beruf ausscheiden, so Ministerin Daniela Behrens: "Wir müssen also auf den verschiedenen politischen Ebenen weiter mit Nachdruck daran arbeiten, die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen in der Pflege zu verbessern – unsere Maßnahmen im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen – KAP.Ni – sind daher wichtiger denn je!"

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, www.ms.niedersachsen.de

Link zum Download: Landespflegebericht Niedersachsen 2020

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