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Lebenserwartung

In Niedersachsen war - wie im Bundesdurchschnitt - die Lebenserwartung eines im Zeitraum 2013/2015 geborenen Mädchens im Durchschnitt rund fünf Jahre höher als die eines Jungen. Ein Mädchen wird demnach 82,8 Jahre (Deutschland: 83,1) und ein Junge 77,8 Jahre (Deutschland: 78,2). Die Spanne der berechneten längeren Lebenserwartung der Mädchen reichte von 4,4 Jahren in Hessen und Baden-Württemberg bis 6,3 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Seit dem Berechnungszeitraum 1993/1995 verlängerte sich in Niedersachsen die durchschnittliche Lebenserwartung von Jungen um genau fünf Jahre und von Mädchen um genau dreieinhalb Jahre. Im Bundesdurchschnitt erhöhte sie sich im selben Zeitraum für Jungen um 5,2 Jahre und für Mädchen um 3,6 Jahre.

Während 1986/1988 Männer im Rentenalter mit 65 Jahren noch mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 14,1 Jahren rechnen konnten und Frauen mit 17,9 Jahren, waren es 2013/2015 bei den Männern schon 17,5 Jahre und bei den Frauen sogar mehr als 20 Jahre (20,8). Viele Frauen, gerade aus älteren Generationen, haben kleinere Rentenansprüche als gleichaltrige Männer erworben. Gleichzeitig leben überdurchschnittlich viele von ihnen länger als ihre Lebenspartner, womit zumindest ein Teil ihrer finanziellen Versorgung wegfällt.

Die Seniorinnen und Senioren der 1980er Jahre unterschieden sich hinsichtlich Lebensweise, Bildung und Qualifikation, Haushaltsstruktur und Familienstand wesentlich von der heutigen älteren Generation. Diese ist vergleichsweise gesünder, wobei die materiellen und sozialen Lebensbedingungen im gesamten Lebensverlauf einen starken Einfluss haben. Auch hängt die Lebenszufriedenheit in hohem Maß von der sozialen Einbindung ab. Ob aus Erkrankungen wesentliche Einschränkungen bzw. Behinderungen resultieren, hängt also auch von der bisherigen und derzeitigen individuellen Lebenssituation ab. (Vgl. Robert Koch-Institut: Beträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes - Der Lebensverlängerungsprozess in Deutschland, Berlin 2001, S. 61 und 62; )

2015 schätzten im Bundesdurchschnitt mehr als ein Drittel (37,4 %) der Generation 65plus ihren Gesundheitszustand als gut ein und 3,5 % als sehr gut, zusammengenommen also 40,9 % (2011: 38,4 %), als schlecht und sehr schlecht schätzten 13,4 % ihren Gesundheitszustand ein. Armutsgefährdete Menschen in dieser Altersgruppe schätzten 2015 nur zu 32,2 % ihren Gesundheitszustand als "gut", 3,3 % als "sehr gut" (zusammengenommen 35,5 %) und 13,7 % als schlecht ein ("sehr schlecht": nicht ausreichend repräsentativ).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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