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Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Ein umfassenderes Bild über das tatsächliche Ausmaß an fehlender Beschäftigung liefert ergänzend zur Arbeitslosenquote die Unterbeschäftigungsquote. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen werden auch Personen abgebildet, die im Sinne des SGB III nicht als arbeitslos gezählt werden, weil sie an einer Arbeitsförderungsmaßnahme teilnehmen oder kurzfristig erkrankt sind.

In Niedersachsen waren im Dezember 2018 insgesamt 304.615 Personen unterbeschäftigt, rund 17.600 weniger als im Vorjahresmonat (-5,5 %). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,9 % und damit 1,9 Prozentpunkte über der Arbeitslosenquote im gleichen Berichtsmonat (5,0 %). Der Anteil der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Dezember 2017 um 1,6 Prozentpunkte auf 70,8 %.

Bei dauerhafter Arbeitslosigkeit sinken die Chancen der Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb gibt das jeweilige örtliche Verhältnis von Arbeitslosenquoten der Rechtskreise SGB II und SGB III einen weiteren Hinweis auf die regional differierenden Beschäftigungschancen für Arbeitslose.

In Niedersachsen verringerte sich die Arbeitslosenquote im Rechtskreis SGB II im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3 %. Die Quote im SGB III-Bereich ging um 0,2 Prozentpunkte auf 1,7 % zurück und machte wie in den Jahren zuvor etwa ein Drittel der Gesamtquote von 5,0 % aus. Besonders in den kreisfreien Städten machte die SGB III-Quote oftmals etwa nur ein Viertel der Gesamtarbeitslosenquote aus. Eine hohe Arbeitslosigkeit ist in der Regel Ausdruck einer starken Verfestigung der Arbeitslosigkeit mit vielen Langzeitarbeitslosen. Wo die Arbeitslosenquote insgesamt eher niedrig war, war in der Regel auch die Aufteilung in den beiden Rechtskreisen relativ ausgeglichen.

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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