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Erwerbslose

In Niedersachsen waren 2018 insgesamt 135.000 Frauen und Männer erwerbslos und damit 12,0 % weniger als im Vorjahr. Die Erwerbslosenquote, d.h., der Anteil der Bevölkerung im Erwerbsalter, der keiner entgeltlichen Beschäftigung von mindestens einer Stunde pro Woche nachging, lag bei 2,6 % (-1,2 Prozentpunkte). Dies entsprach in etwa dem Bundesdurchschnitt (2,7 %). Im Vergleich zu 2013 gab es einen bundesweiten Rückgang um 2,6 Prozentpunkte, in Niedersachsen um 2,4 Prozentpunkte. Mit 59,5 % waren sechs von zehn Erwerbslosen männlich. Ihre Quote von 3,1 % übertraf wie in allen Ländern die der Frauen von 2,2 %. Bei Menschen ohne beruflichen Bildungsabschluss betrug die niedersächsische Erwerbslosenquote 9,3 %.

Besonders prekär ist die Lage von Menschen in Haushalten, in denen niemand erwerbstätig ist. In niedersächsischen Haushalten traf dies 2018 auf 7,8 % der Frauen und Männer im Alter zwischen 18 bis unter 60 Jahren zu. Bei den Minderjährigen war es mit 9,4 % fast jede bzw. jeder Zehnte. Damit sank der Anteil das zweite Jahr in Folge (Angaben jeweils ohne Haushalte mit ausschließlich Auszubildenden unter 25 Jahren).

Die Langzeiterwerbslosen, also diejenigen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung waren, machten 2018 einen Anteil von 43,4 % an allen Erwerbslosen in Niedersachsen aus, das waren 2,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Bei den Frauen fiel der Anteil mit 39,1 % deutlich geringer aus als bei den Männern mit 46,5 %. Die Langzeiterwerbslosenquote ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zurück auf 1,4 % und erreichte genau den Bundeswert (-0,2 Prozentpunkte).

Neben den Erwerbslosen, die eine Arbeit suchten, gab es 2018 in Niedersachsen insgesamt 42.300 Nichterwerbstätige, die zwar eine Arbeit suchten, jedoch aufgrund von Krankheit, Aus- und Fortbildung, persönlichen und familiären Verpflichtungen und aus anderen Gründen für den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen. Mit den Erwerbslosen zusammen ergab sich so eine Summe von 177.300 arbeitsuchenden Nichterwerbstätigen.

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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