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Netzwerkprogramm Engagierte Stadt

Engagierte-StadtDas Bundesfamilienministerium setzt seine Unterstützung für das Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" fort: In den kommenden drei Jahren wird das seit 2015 bestehende Netzwerk mit insgesamt 1,65 Millionen Euro gefördert. In der dritten Phase des Programms steht die weitere Vernetzung im Vordergrund. Das Programm soll zum größten bundesweiten Lernnetzwerk von Städten und Gemeinden sowie Akteurinnen und Akteuren der Engagementförderung werden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: "Die 'Engagierte Stadt' ist ein Erfolgsmodell. Seit fünf Jahren arbeiten wir mit Stiftungen zusammen, um das lokale Engagement im Zusammenspiel mit Politik, Verwaltung und den Unternehmen vor Ort zu aktivieren und zu stärken. Und das zeigt Wirkung: Viele engagierte Städte in ganz Deutschland haben Ansprechpersonen für Engagierte und Vereine in der Verwaltung geschaffen, Online-Portale aufgebaut, die über örtliche Mitmachmöglichkeiten informieren, und sogar lokale Engagementstrategien für bürgerschaftliches Engagement etabliert. Sie sind dadurch als Wohn- und Lebensort attraktiver geworden. Wie wichtig diese Netzwerke aus Engagierten sind, wird derzeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie deutlich: Die Städte und Gemeinden können rasch und effizient ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mobilisieren - zum Beispiel für Hilfe in der Nachbarschaft oder für ältere Menschen. Ich ermutige alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich für die dritte Phase des Programms zu bewerben. Profitieren Sie als Stadt oder Gemeinde von den vielfältigen Erfahrungen der Engagierten Städte und den Angeboten des Programms. Es lohnt sich."

Neue Formen der Zusammenarbeit

Im Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" fördern das Bundesfamilienministerium, die Bertelsmann Stiftung, die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Breuninger Stiftung, die Joachim Herz Stiftung und die Bethe-Stiftung bürgerschaftliches Engagement in 50 ausgewählten Städten und Gemeinden Deutschlands: vom Engagement der einzelnen Person bis hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft, die bürgerschaftliches Engagement vor Ort gemeinsam fördert, indem sie neue Formen der strategischen Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf Augenhöhe entwickelt und erprobt.
Die Städte und Gemeinden sollen sich in städteübergreifenden Partnerschaften vernetzen und voneinander lernen. In ihrer Arbeit vor Ort werden sie durch professionelle Prozessberatungs- und Qualifizierungsangebote durch die Programmpartner und das Programmbüro unterstützt zu Themen wie "Kooperation erfolgreich gestalten", "Strategieentwicklung", "Engagierte gewinnen und halten", "Fundraising" oder "Öffentlichkeitsarbeit und Social Media". Ziel ist die Entwicklung von individuellen Lösungen zur Stärkung von Engagementstrukturen durch eine engere Zusammenarbeit.

Netzwerk soll größer werden

Bis 2023 soll das Netzwerk weiter wachsen: Aus den aktuell 50 Städten und Gemeinden sollen bis zu 100 werden, die schrittweise ab Juli 2020 hinzukommen. Teilnehmen können Städte, Gemeinden und Quartiere mit 10.000 bis 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. In Niedersachsen gehören bereits Buchholz in der Nordheide, Cuxhaven, Herzberg am Harz, Lilienthal und Wilhelmshaven zum Netzwerk Engagierte Stadt. Das Interessenbekundungsverfahren für weitere Kommunen läuft noch bis zum 15. Mai 2020.

Die Weiterentwicklung vom Förder- zum Netzwerkprogramm wird verstärkt durch die künftige Ansiedlung des Programmbüros der Engagierten Stadt beim Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 06.04.2020 www.bmfsfj.de

weitere Informationen unter www.engagiertestadt.de

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