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Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Sozialhilfe soll als "letztes Auffangnetz" vor Armut, sozialer Ausgrenzung und besonderer Belastung schützen. Sie soll den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Sozialhilfe erbringt gemäß dem SGB XII existenzsichernde Leistungen für Personen, die ihren Bedarf nicht aus eigener Kraft (insbesondere durch Einkommen und Vermögen) decken können und keine ausreichenden Ansprüche aus vorgelagerten Versicherungs- und Versorgungssystemen haben. Die Leistungen werden vor allem nach dem 3. Kapitel "Hilfe zum Lebensunterhalt" und dem 4. Kapitel "Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung" erbracht.

Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) erhielten in Niedersachsen Ende 2018 insgesamt 41.754 Personen bzw. 52 von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern (nach Wohnort). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 1,7 % bzw. 688 Personen an, bei den Männern um 2,1 % auf 23.255 und bei den Frauen um 1,1 % auf 18.499. Der Männeranteil vergrößerte sich weiter auf 55,7 %. Das Durchschnittsalter betrug 46,3 Jahre.

Die meisten HLU-Beziehenden je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren in Südniedersachsen und im Osten des Landes zu finden, d.h. in den Landkreisen der Statistischen Regionen Hannover (57) und Braunschweig (54). Allerdings war der Wert in Uelzen mit 103 Beziehenden am höchsten. Werte über 90 wiesen auch die kreisfreie Stadt Oldenburg (92) und der Landkreis Vechta (99) auf.

Auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung waren in Niedersachsen am 31.12.2018 insgesamt 112.713 Menschen (am Wohnort) angewiesen, wovon 54.525 auf Personen fiel, die die Regelaltersgrenze zum Renteneintritt erreicht hatten. Diese Leistungen werden schon allein aufgrund des demografischen Effekts der Alterung der Bevölkerung immer wichtiger, insbesondere für Frauen mit oftmals zu geringen eigenen Rentenansprüchen.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Bezieherinnen und Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbs-minderung in Niedersachsen um 3,2 % bzw. 3.517 Personen, bei denen, die die Regelaltersgrenze bereits erreicht haben, stieg die Zahl um 2,8 %.

Nach Sitz des Trägers gab es 112.113 Beziehende: 56.548 Frauen und 55.565 Männer. Insgesamt 54.310 Empfängerinnen und Empfänger hatten die Regelaltersgrenze erreicht. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl um 925 bzw. 1,7 %. Die Quote der Beziehenden von Grundsicherung im Alter bezogen auf die Bevölkerung, die die Regelaltersgrenze erreicht hat, lag 2018 mit 3,2 % im Bundesdurchschnitt (jeweils: Frauen: 3,3 %; Männer: 3,1 %). Zehn Jahre zuvor betrugen die jeweiligen Quoten noch 2,6 %. Die räumliche Verteilung der Quoten entspricht der regionalen Struktur der Mindestsicherungsquoten der 65-Jährigen und älter.

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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