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Erwerbstätige nach Geschlecht und Alter

Während die Daten über Erwerbstätige am Arbeitsort vor allem die Struktur des Arbeitsmarktes und des Arbeitsangebotes darstellen können, gibt der Blick auf die Erwerbstätigen am Wohnort die Möglichkeit, diese nach soziodemografischen Gruppen zu betrachten.

Im Jahr 2018 lebten in Niedersachsen 3,97 Mio. Erwerbstätige. Gegenüber 2013 war dies ein Zuwachs um 5,1 % und entsprach genau der bundesweiten Steigerung. Die Erwerbstätigenquote lag 2018 in Niedersachsen bei 75,3 %, danach gingen rund drei Viertel der Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Regional waren in Salzgitter wie im Vorjahr mit zwei Dritteln (66,2 %) vergleichsweise die wenigsten und in der Grafschaft Bentheim mit vier Fünfteln (80,6 %) die meisten Menschen erwerbstätig.

Zwischen den Geschlechtern bestehen weiterhin Unterschiede: Die Zahl der erwerbstätigen Frauen und Männer stieg niedersachsenweit zwar im gleichen Maße. Erstere blieben jedoch weiterhin in der Unterzahl und machten 46,1 % der Erwerbstätigen aus. Die Erwerbstätigenquote der Frauen betrug 71,4 % und die der Männer 79,1 %. Der Abstand verringerte sich gegenüber 2013 um 1,7 Prozentpunkte, gegenüber dem Vorjahr jedoch nur minimal (0,1 Prozentpunkte) auf 7,7 Prozentpunkte. Vor allem in klassischen Industriestandorten lagen die Quoten der Frauen noch weit unter denen der Männer.

In Bezug auf das Alter gab es die geringsten Geschlechterunterschiede bei den unter 30-Jährigen, die größten bei den 30- bis unter 40-Jährigen. Frauen verzichten hier aufgrund von Kindererziehung häufiger als Männer auf den Beruf. Am höchsten war die Quote bei Männern (rund 90 %) wie Frauen (zwischen 79 % bis 85 %) in den Altersklassen zwischen 35 und unter 55 Jahren. Letztere kehren oft nach familienbedingter Unterbrechung in den Beruf zurück. Ein großer Unterschied zeigt sich wieder in der Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen, in der nur etwas mehr als jede zweite Frau, aber fast zwei von drei Männern erwerbstätig waren. Ein Grund dafür ist sicherlich eine mit Erwerbstätigkeitsverzicht einhergehende, zumeist von den Frauen übernommene Pflege von Angehörigen. (So auch frühere Verrentungen insbesondere bei älteren Partnern.)

Insgesamt nimmt die Erwerbstätigkeit im Rentenalter zu: 2018 waren rund 99.000 Menschen im Alter von 66 und mehr erwerbstätig. Zehn Jahre zuvor waren es erst halb so viele (52.000). Die Erwerbstätigenquote verdoppelte sich fast von 3,3 % auf 6,3 %. Bei den Frauen erhöhte sich die Quote von 2,0 % auf 4,4 % und bei den Männern von 5,1 % auf 8,5 %. (Anm.: Die Altersgruppe 66 und älter wurde bei dieser Betrachtung gewählt, um eine Verzerrung durch den Anstieg des Renteneinstiegsalters, das 2018 bei 65 Jahren und sieben Monaten lag, auszuschließen.)

Die meisten Erwerbstätigen waren 2018 Angestellte (64,9 %), unter den Frauen beinahe drei Viertel (73,8 %), bei den Männern 57,2 %. Bei Letzteren war der Arbeiteranteil mit 21,6 % dagegen mehr als doppelt so hoch wie bei den Frauen (10,0 %).

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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