Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Suche

Mindestsicherungsempfängerinnen und -empfänger insgesamt

Ende 2018 erhielten in Niedersachsen 714.194 Menschen Mindestsicherungsleistungen. Damit waren 32.735 Personen bzw. 4,4 % weniger auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig war dies der höchste Rückgang innerhalb eines Jahres seit 2011. Die Mindestsicherungsquote, der Anteil der Leistungsbeziehenden an der Gesamtbevölkerung, sank um 0,5 Prozentpunkte auf
8,9 %. Deutschlandweit sank die Zahl der Leistungsbeziehenden mit 5,1 % etwas stärker, und die Quote betrug 8,7 %.

Ausschlaggebend für den Rückgang der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von 2017 zu 2018 war die Verringerung im SGB II-Bereich um 28.967 Leistungsberechtigte (-5,0 %) auf 550.499. Die Zahl der Beziehenden von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ging um 4.781 (-10,7 %) auf 39.806 zurück und die der Beziehenden von Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) außerhalb von Einrichtungen um 104 (-0,9 %) auf 11.776. Einen Anstieg gab es einzig bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit einem neuen Höchststand von 112.113 Empfängerinnen und Empfängern (+1 117 bzw. +1,0 %).

Den größten Anteil unter den Mindestsicherungsleistungen machten zu mehr als drei Viertel (77,1 %) die SGB II-Leistungen aus. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekamen 15,7 % der Leistungsbeziehenden, HLU erhielten 1,6 %. Der Anteil der Beziehenden nach dem AsylbLG betrug 5,6 %. Diese Struktur war in den Vorjahren ähnlich, tendenziell geht der SGB II-Anteil jedoch zurück und der Anteil von Grundsicherung im Alter steigt ebenso wie der der Beziehenden von AsylbLG-Leistungen. Letzterer Anteil sinkt jedoch seit 2016 wieder.

Der Anteil von Frauen und Männern war 2018 in etwa gleich (49,5 % und 50,5 %), wobei im höheren Alter ab 65 Jahren deutlich mehr Frauen (57,2 %) als Männer unter den Mindestleistungsbeziehenden zu finden waren, was nicht nur demografischen Effekten geschuldet ist. Ausländerinnen und Ausländer machten 41,0 % aus. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren hatten einen Anteil von über einem Viertel (27,6 %), und 65 Jahre und älter waren 8,2 % der Leistungsbeziehenden. Demnach steigen der Anteil der ausländischen Beziehenden und der Menschen im Seniorinnen- bzw. Seniorenalter.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die Mindestsicherungsleistungen empfingen, lag 2018 bei 14,7 % und bei den 65-Jährigen und Älteren bei 3,3 %. Unter den ausländischen Staatsangehörigen war etwa ein Drittel (33,5 %) von Mindestsicherungsleistungen abhängig, unter den ausländischen Kindern und Jugendlichen waren es 57,1 %. Bei den Deutschen betrug die Quote nur 6,3 % und unter den deutschen Minderjährigen 8,9 %. Unter den Frauen betrug die Mindestsicherungsquote mit 8,7 % etwas weniger als bei den Männern mit 9,1 %. Unter den ab 65-Jährigen kehrte sich das Verhältnis allerdings um (3,4 % zu 3,2 %).

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

<<< zurück