Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Suche

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Niedersachsens betrug im Jahr 2017 insgesamt 288 Milliarden Euro (Angaben für 2017, Berechnungsstand: August 2018). Pro Kopf waren das 36.178 Euro, und damit etwa 9 % weniger als im Bundesdurchschnitt von 39.650 Euro. Dies liegt neben der spezifischen Branchenstruktur auch daran, dass viele in Niedersachsen wohnhafte Erwerbstätige in Hamburg oder Bremen arbeiten und das dortige BIP mit erwirtschaften und zu den dortigen überdurchschnittlich hohen Werten beitragen.

Mittelfristig im Vergleich 2017 zu 2012 nahm das BIP in allen Kreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens zu. Dabei war die Höhe des Wachstums zumeist unabhängig vom Ausgangsniveau. Insbesondere in vielen der Landkreise in der Statistischen Region Weser-Ems häufen sich hohe Zuwachsraten. Dies ist in der Statistischen Region Braunschweig ähnlich. Allerdings sind die Wachstumsraten dort wiederum in Südniedersachsen unterdurchschnittlich im Vergleich zum Landeswert und dies bei ohnehin niedrigem Ausgangsniveau.

Dieser strukturelle Unterschied schlägt sich auch im BIP pro Kopf nieder. Bis auf den Landkreis Osterholz lagen 2017 die Landkreise mit den fünf niedrigsten BIP (alle bis unter 22.000 Euro) je Einwohnerin bzw. Einwohner in der Statistischen Region Braunschweig (Helmstedt, Wolfenbüttel, Peine und Gifhorn), in Auspendlerlandkreisen nahe Wolfsburg bzw. Bremen.

Unter den Landkreisen erreichte Vechta (44.324 Euro) gefolgt vom Landkreis Emsland den höchsten Wert (42.102 Euro). Noch höhere Werte hatten die Region Hannover und sechs der acht kreisfreien Städte(Ausnahmen bilden Wilhelmshaven und Delmenhorst). Die höchste Wirtschaftsleistung pro Kopf wurde in Wolfsburg mit 172.437 Euro erzielt.

Zur wirtschaftlichen Leistung trugen 2017 zu rund zwei Dritteln (65,1 %) die Dienstleistungsbereiche bei. Das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) steuerte mehr als ein Viertel (27,6 %) bei. Im Baugewerbe wurden 5,4 % der gesamtwirtschaftlichen Leistung erbracht und in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei 2,0 %. Im Bundesvergleich waren die Landwirtschaft und das Produzierende Gewerbe (ohne Bau) in Niedersachsen über- und die Dienstleistungsbranchen unterrepräsentiert. Regional ausgeprägte Industriestandorte sind insbesondere Wolfsburg, Salzgitter und Emden, der Landkreis Wesermarsch und der Landkreis Holzminden. Sehr stark auf Dienstleistungen ausgerichtete Regionen sind die Landkreise Harburg und Leer, wo 2017 etwa vier Fünftel der Bruttowertschöpfung auf diesen Sektor fielen. In der kreisfreien Stadt Oldenburg war dieser Anteil noch höher (87,2 %).

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

<<< zurück