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Armutsgefährdung in Regionen und Städten

Soziale Problemlagen ballen sich oft in Großstädten und schlagen sich in den Sozialstatistiken nieder. So ist dort die Einkommensungleichheit und damit auch die Armutsgefährdung zumeist höher als im Bundesdurchschnitt. Die Spanne unter den 15 Großstädten über 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Deutschland reichte 2018 von 15,2 % in Dresden bis 22,2 % in Düsseldorf. Niedersachsens einzige Stadt dieser Größenordnung, die Landeshauptstadt Hannover, lag mit einer Armutsgefährdungsquote von 19,3 % im oberen Drittel. Besondere Anstiege gab es 2018 gegenüber 2013 in Dortmund, Düsseldorf, Duisburg und Hannover. In Essen, Dresden, Stuttgart und Frankfurt am Main ist eher ein Rückgang der Armutsgefährdung zu beobachten. In allen weiteren Städten hat sich die Situation weniger eindeutig geändert.

Die niedersächsische Regionalstruktur zeigte 2018 wie in den Vorjahren Ost-West- sowie Stadt-Land-Divergenzen. In den eher ländlichen Statistischen Regionen Weser-Ems und Lüneburg waren 2018 die Einkommen bei einer Armutsgefährdungsquote von 13,7 % (2017: 14,1 %) und 14,3 % (2017: 15,2 %) ausgeglichener verteilt als in den stark verstädterten Statistischen Regionen Braunschweig mit 16,7 % (2017: 18,1 %) und Hannover mit 15,8 % (2017: 16,7 %). Bei Zugrundelegung des Landesmedians lagen die Armutsgefährdungsquoten 2018 außer in der Statistischen Region Weser-Ems niedriger als bei der Zugrundelegung des regionalen Medians.

In den tiefer gegliederten elf sogenannten Mikrozensus-Anpassungsschichten spiegelt sich die Struktur der Statistischen Regionen insgesamt wider. In Westniedersachsen (kreisfreie Stadt und Landkreis Osnabrück, Landkreise Vechta, Emsland und Grafschaft Bentheim) lag die Quote mit 12,4 % am niedrigsten und nach der Landeshauptstadt Hannover war die Quote in Ostniedersachsen (kreisfreie Städte Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter und Landkreise Gifhorn, Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine) mit 17,0 % sowie in Südniedersachsen (Landkreise Goslar, Göttingen und Northeim) mit 16,1 % am höchsten.

Im Vergleich der Jahre 2018 zu 2013 ist die Quote in Nordostniedersachsen um 3,6 Prozentpunkte am stärksten zurückgegangen auf 13,5 %. Einen Anstieg gab es dagegen in vier der elf Anpassungsschichten: in der Landeshauptstadt Hannover und deren Umland sowie in den kreisfreien Städten und den Landkreisen in "Ostfriesland-Nordseeküste" (kreisfreie Städte Emden, Wilhelmshaven und Landkreise Leer, Aurich, Friesland, Wittmund, Wesermarsch) und Nordniedersachsen (Landkreise Cuxhaven, Stade, Harburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme)).

Quelle:
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 2020

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