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Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

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Bekämpfte Armut in Niedersachsen

752.125 Personen in Niedersachsen bezogen Ende 2008 Mindestsicherungsleistungen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger in Niedersachsen um 4,9 %, die Quote lag damit bei 9,5 %.

Folgende staatliche Mindestsicherungsleistungen bezogen die Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger in 2008:

  • Leistungen nach dem SGB II (ALG II und Sozialgeld) (85,7 %)
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (10,9 %)
  • Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (2,1 %)
  • Sozialhilfe nach dem SGB XII (laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen, HLU) (1,3 %)
  • Leistungen der Kriegsopferfürsorge (laufende Leistungen)

Bei Betrachtung der regionalen Verteilung wird ersichtlich, dass die Statistischen Regionen Lüneburg und Weser-Ems im Norden und Westen des Landes deutlich niedrigere Quoten aufweisen als die Statistischen Regionen Braunschweig und Hannover im Süden und Osten.

Relativ hohe Empfängerquoten gab es 2008 vor allem in den Städten. Die höchste Quote wies Delmenhorst mit 16,3 % auf, gefolgt von der Stadt Wilhelmshaven (15,8 %) und der Landeshauptstadt Hannover (15,5 %). Die niedrigsten Werte gab es in den Landkreisen Vechta (5,7 %), Harburg (5,9 %), Emsland (5,9 %), Osterholz (6,2 %) und Grafschaft Bentheim (6,4 %).

Vergleichsweise niedrige Empfängerquoten treten vor allem im Umland der Großstädte
auf – die Landkreise Wesermarsch (11,0 %) und Goslar (11,5 %) sind hier die Ausnahme. Ein breiter Gürtel von Landkreisen mit geringen Mindestsicherungsquoten durchzieht das Land von Nordost nach Südwest, also vom Elbe-Weser-Dreieck und dem Hamburger und Bremer Umland bis zur niederländischen Grenze. Vergleichsweise hohe Werte der bekämpften Armut treten auch im Osten und Süden des Landes auf. Hier stechen die Landkreise Lüchow-Dannenberg (11,4 %), Celle (11,0 %), Hameln-Pyrmont (11,0 %), Goslar (11,5 %) und Osterode (11,1 %) hervor.

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