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Schriftzug Familien in Niedersachsen

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Armut gefährdet politische und soziale Teilhabe

Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) hat sich als wertvolle Arbeitshilfe für Kommunen, Verbände und gesellschaftliche Initiativen erwiesen. Zur Vorstellung des aktuellen Berichts kamen auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Fachleute aus ganz Niedersachsen zur HSBN-Fachtagung am 1. Juni 2017 nach Hannover.

Der Bericht zur HSBN 2017 nimmt die Entwicklung der Armutsgefährdung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen, in den Blick. Staatssekretär Jörg Röhmann betonte in seiner Begrüßung, dass Armut in ihren Auswirkungen den Bildungs- und Wirtschaftsstandort gefährde und soziale und politische Teilhabe verhindere. Er dankte außerdem der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des vierten Anlagenberichts zur HSBN.

Den Statistikteil der HSBN erläuterte Projektleiter Arne Lehmann vom Niedersächsischen Landesamt für Statistik (LSN). Die Datenlage zeigt erneut, dass Erwerbslose mit 58,5 % am häufigsten von Armut bedroht sind, dicht gefolgt von Alleinerziehenden (46,6 %) und Personen mit niedrigem Qualifikationsniveau (41,6 %). Jedes fünfte Kind in Niedersachsen ist von Armut in der Familie mitbetroffen.

Der Anlagenbericht zur HSBN 2017 greift Themen des inklusiven Handelns, der Beteiligung von Betroffenen und die Fragen nach adäquaten Wohnformen von Menschen mit und ohne Behinderung auf. Im moderierten Gespräch erläuterte Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, noch einmal das zugrundliegende Verständnis von Inklusion nach der UN-Behindertenrechtskonvention. Im Aktionsplan Inklusion 2017/ 2018 für ein barrierefreies Niedersachsen sind Schritte zur Umsetzung der Konvention für viele weitere Handlungsfelder vorgegeben.

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Petra Wontorra (rechts), Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, im Gespräch mit Dr. Dörthe Liebetruth und Antje Pundt vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Fotos: Gleichberechtigung und Vernetzung e.V.

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