Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Suche

Vermögen

Es gibt nur wenige zuverlässige Daten über das Vermögen der privaten Haushalte. Die Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) liefert immerhin Anhaltspunkte. Allerdings erfolgen diese Erhebungen auf freiwilliger Basis und sind konzeptionell nicht in der Lage, die Vermögen der sehr Reichen zu erfassen. Das Geld- und sonstige Vermögen in Deutschland und Niedersachsen ist wahrscheinlich tatsächlich sehr viel höher, als die EVS es nachweisen kann. Da die EVS nur alle fünf Jahre durchgeführt wird, liegen keine neuen Daten vor und die Auswertung erfolgt wie in der HSBN 2017.

Das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte in Niedersachsen war 2013 im Vergleich zu 2003 um +11,2 % auf 37.700 Euro pro Haushalt angestiegen. Mit durchschnittlich 51.900 Euro hatten die Vierpersonenhaushalte das größte Nettogeldvermögen, gefolgt von 50.900 Euro der Haushalte mit 5 und mehr Personen. (Vgl. Statistische Berichte Niedersachsen: O II 2 – 5j / 2013, Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013, Heft 2) Auffällig ist die große Diskrepanz zwischen diesem Durchschnittswert (arithmetisches Mittel) und dem viel niedriger liegenden Median. Dies deutet auf große Disparitäten der Einkommensverteilung hin.

Im Jahr 2013 verfügte mehr als die Hälfte aller Haushalte (51,6 %) in Niedersachsen über Haus- und Grundbesitz. Allerdings lässt sich ein leichter Rückgang gegenüber 2003 und 2008 feststellen; seinerzeit lag der Anteil der Haushalte mit Immobilienbesitz etwa bei 53 %. Das Haus- und Grundeigentum bestand 2013 zumeist in einem Einfamilienhaus, über das 38,2 % aller Haushalte verfügten, 2,7 Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor. 10,7 % der Haushalte hatten Eigentumswohnungen, ein Plus von 1,2 Prozentpunkten gegenüber 2003. Zwei- und Mehrfamilienhäuser besaßen 6,6 % der Haushalte, 1,4 Prozentpunkte weniger als 2003.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (HSBN 2018)

<<< zurück