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Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Sozialhilfe soll als "letztes Auffangnetz" vor Armut, sozialer Ausgrenzung und besonderer Belastung schützen. Sie soll den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht.

Die Sozialhilfe erbringt gemäß dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch Leistungen für Personen, die ihren Bedarf nicht aus eigener Kraft (insbesondere durch Einkommen und Vermögen) decken können und auch keine ausreichenden Ansprüche aus vorgelagerten Versicherungs- und Versorgungssystemen haben. Im Rahmen des SGB XII "Sozialhilfe" werden vor allem Leistungen nach dem 3. Kapitel SGB XII: Hilfe zum Lebensunterhalt und dem 4. Kapitel SGB XII: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erteilt.

Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) erhielten in Niedersachsen Ende 2016 insgesamt 41.400 Personen bzw. 52 von 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern (nach Sitz des Trägers). Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Leistungsbeziehenden um rund 800 Personen bzw. 1,9% zurück. Bei den Männern stieg sie leicht um 0,5 % auf 22.731, bei den Frauen sank sie deutlich um 4,6 % auf 18.669, so dass sich der Männeranteil auf 54,9 % vergrößerte.

Gut zwei Drittel der Leistungsbeziehenden (28.954) lebten innerhalb einer Einrichtung, zum Beispiel in einem Wohn- oder Pflegeheim. Der leichte Rückgang der Gesamtzahl ist maßgeblich auf rückläufige Zahlen bei den über 50 Jährigen zurückzuführen. Bei den Minderjährigen hingegen stieg die Zahl gegenüber 2015 um 10,3 % auf 4.347, ihr Anteil ist jedoch weiterhin eher gering.

Regional reichte die Spanne von Quoten mit weniger als 30 Leistungsbeziehenden je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den Landkreisen Vechta (26) und Cloppenburg (28) bis hin zu Werten von Quoten nahe 100 und mehr in Wilhelmshaven (98), Wittmund (99) sowie im Landkreis Uelzen (111). Ein klares räumliches Muster ist nicht zu erkennen.

Auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung waren in Niedersachsen am 31.12.2016 insgesamt 106.028 Menschen angewiesen. Die Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung werden schon allein aufgrund des demografischen Effekts der Alterung der Bevölkerung immer wichtiger. Besonders gilt dies für Frauen, da diese oftmals zu geringe eigene Rentenansprüche besitzen. Bemerkenswert ist daher der Rückgang der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % nach kontinuierlichem Anstieg in den vergangenen Jahren. Als Grund hierfür können die Rentenerhöhung und die Wohngeldreform Mitte 2016 genannt werden. Nach Sitz des Trägers gab es 107.814 Beziehende: 54.678 Frauen und 53.136 Männer, von denen zusammen weniger als die Hälfte über der Regelaltersgrenze lagen (47,9 %).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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