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Clusteranalyse: Zusammenfassung

Insgesamt zeigt sich bei der Clusteranalyse der HSBN 2018 zunächst, dass die größeren Städte eine bedeutende Ausstrahlung auf ihr Umland haben, was nicht neu ist. Oftmals als "Speckgürtel" bezeichnet, können Kommunen in unmittelbarer Nähe von der Wirtschaftskraft und Infrastruktur der größeren Städte profitieren. Zugleich weisen sie viel seltener soziale Problemlagen auf. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, und zwar dort, wo die Städte entweder weniger "strahlen" oder strukturelle Problemlagen der umliegenden Gemeinden nicht einfach durch die Nähe zur Großstadt nivelliert werden. Das großstädtische Umland muss auch seinerseits Bedingungen schaffen, um strukturell gut aufgestellt zu sein.

51 Verwaltungseinheiten – also ein Achtel aller Einheits- und Samtgemeinden – gelten nach der Clusteranalyse als ländlich und strukturschwach. Sie konzentrieren sich im Osten und Südosten des Landes, während im Norden und an der Küste die Ländlichkeit mit weniger Strukturschwäche einhergeht. Der Westen des Landes sticht hingegen heraus: Hier ist die Ländlichkeit kein Synonym für Strukturschwäche, sondern Stärke und zwar in den meisten Fällen eigene Stärke, wo Großstädte weit weg sind.

Die Mehrzahl der "Klein- und Mittelstädte" sind dagegen weniger eindeutig strukturell aufgestellt, und auch wenn sich die demografische Lage hier besser darstellt als im ländlicheren Raum: Mit den Herausforderungen der "Überalterung" muss sich hier auch auseinandergesetzt werden. Als Arbeitsorte sind sie gegenüber den meisten ländlicheren Gemeinden allerdings relativ attraktiv, und finanziell geht es diesen Kommunen vergleichsweise gut. Entwicklungspotenzial ist hier wohl noch eher vorhanden als auf dem Lande.

Insgesamt zeigt die regionale Verteilung der Cluster kein überraschendes Bild der regionalen Konzentration von strukturstärkeren und weniger strukturstarken Kommunen. Alle Indikatoren der Clusteranalyse stellen Ist-Zustände mit in der Regel mehrjährlichen Durchschnittswerten dar. Eine kommende Analyse sollte die Entwicklung in Hinblick auf die Frage betrachten, ob sich die strukturschwächeren Cluster weiter schwächen und die strukturstarken noch stärker entwickeln. In Bezug auf weitere Sozial-, Kinder- und Jugendindikatoren kann die Clusteranalyse Hinweise darauf geben, inwieweit eine Abhängigkeit zu den gewählten Strukturindikatoren vorliegt.
(vgl. HSBN 2018, S. 157)

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