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Mindestsicherungsempfängerinnen und -empfänger insgesamt

Ende 2016 erhielten in Niedersachsen 768.718 Menschen Mindestsicherungsleistungen, womit 9,7% der Bevölkerung auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen waren. Die Gesamtzahl der Leistungsbeziehenden verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6.338 Personen (0,8 %). Die Quote ging minimal um 0,1 Prozentpunkte zurück (bundesweit: -0,2 Prozentpunkte auf 9,5 %). Die Quote der Männer lag mit 10,0 % über der Quote der Frauen von 8,5 %.

Während die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Asylbewerberregelleistungen mit 25.850 Personen deutlich um ein Viertel (25,5 %) auf 75.401 Personen zurückging, stieg die der SGB II-Beziehenden um 20.595 Personen (3,7 %) auf 573.057 an. Ein Großteil der durch die starke Zuwanderung von Schutzsuchenden im Jahr 2015 gestiegenen Zahl von Asylbewerberleistungsbeziehenden ist nach Ende des Asylverfahrens 2016 in den SGB II-Bezug übergegangen. Die Zahl der auf Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU; außerhalb von Einrichtungen) angewiesenen Personen wuchs geringfügig um 0,9 % auf 12.446. Einen Rückgang gab es hingegen bei den Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung um 1,1 % auf 107.814 Personen (-1 193).

Drei Viertel (74,7 %) aller Personen, die Mindestsicherungsleistungen bezogen, erhielten SGB II-Leistungen: 53,4 % ALG II (+1,8 Prozentpunkte gegenüber 2015) und 21,1 % Sozialgeld (+1,2 Prozentpunkte). Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekamen 14,0 % der Leistungsbeziehenden (+0,1 Prozentpunkte), HLU erhielten unverändert 1,6 %. Der Anteil der Beziehenden nach dem AsylbLG verringerte sich gegenüber 2015 um 3,3 Prozentpunkte auf 9,8 %.

51,1 % aller Beziehenden war männlich, und zwei Drittel (66,4 %) besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren hatten einen Anteil von über einem Viertel (27,6 %), und 65 Jahre und älter waren 7,1 % der Leistungsbeziehenden.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die Mindestsicherungsleistungen empfingen, lag 2016 bei 15,9 % und bei den 65-Jährigen und älter bei 3,2 %. Unter den ausländischen Staatsangehörigen war mit 37,6 % mehr als jede dritte Person von Mindestsicherungsleistungen abhängig, unter den Kindern und Jugendlichen mit 62,0 % beinahe zwei Drittel. Bei den Deutschen betrug die Quote nur 7,0 % und unter den Minderjährigen 11,1 %. Rund zwei Drittel der insgesamt 211.030 Kinder in Mindestsicherung unter 18 Jahre haben die deutsche Staatsangehörigkeit (134.498), und etwa ein Drittel sind Nichtdeutsche (76.532).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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