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Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Niedersachsens betrug im Jahr 2015 insgesamt 256,7 Milliarden Euro (Angaben für 2015, Berechnungsstand: August 2016). Pro Kopf waren das 32.591 Euro, und damit rund 4.500 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt von 37.128 Euro. Dies liegt überwiegend daran, dass viele in Niedersachsen wohnhafte Erwerbstätige.in Hamburg oder Bremen arbeiten und das dortige BIP mit erwirtschaften und zu den dortigen sehr hohen Werten beitragen. Unter den Flächenländern gab es 2015 in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern die höchsten Pro-Kopf-Werte mit jeweils rund 43.000 Euro. Die niedrigsten Werte verzeichneten nach wie vor die ostdeutschen Länder.

In Niedersachsen nahm das BIP fast überall zu. Die Landkreise Wesermarsch (+9,8 %), Friesland (+9,7 %) und Gifhorn (+9,3 %) haben sich gegenüber dem Vorjahr (nominal) am stärksten entwickelt. Dagegen gab es in den kreisfreien Städten Wolfsburg (-18,6%), Salzgitter (-8,6 %) und Emden (-7,2 %) und damit an drei großen niedersächsischen VW-Standorten deutliche Rückgänge der Wirtschaftsleistung.

Regional differierte das BIP pro Kopf am Arbeitsort erheblich. Werte unter 20.000 Euro verzeichneten die Landkreise Helmstedt, Osterholz und Wolfenbüttel. Mehr als doppelt so hoch war es im Landkreis Vechta mit 42.278 Euro, dem Höchstwert unter den Landkreisen. Die kreisfreien Städte Salzgitter, Osnabrück und Emden lagen ebenso darüber wie Wolfsburg mit der höchsten Wirtschaftsleistung pro Kopf von 110.218 Euro. Dabei sind die Landkreise mit den niedrigsten Werten als Auspendlerkreise nahe Wolfsburg bzw. für Osterholz nahe Bremen gelegen. Auch ferner des Einzugsbereichs besonders starker Industriestandorte wies neben Vechta vor allem der Landkreis Emsland deutlich überdurchschnittliche Werte auf.

Zur wirtschaftlichen Leistung trugen 2015 mit einem Anteil von mehr als zwei Dritteln (67,8 %) die Dienstleistungsbereiche bei und das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) zu einem Viertel (25,2 %). Im Baugewerbe wurden 5,5 % der gesamtwirtschaftlichen Leistung erbracht und in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei 1,4 %. Im Bundesvergleich waren der Bausektor sowie die Landwirtschaft in Niedersachsen über- und die Dienstleistungsbranchen unterrepräsentiert. Letzteres traf wohl aufgrund der Entwicklung bei VW auch auf den Produzierenden Sektor zu.

Regional ausgeprägte Industriestandorte sind insbesondere Salzgitter und Wolfsburg, aber auch Emden und der Landkreis Holzminden (hier bei insgesamt relativ niedrigem BIP). Als stark auf Dienstleistungen ausgerichtete Regionen gelten beispielsweise der Landkreis Harburg und die kreisfreie Stadt Oldenburg (81,2 % bzw. 89,7 %).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (HSBN 2018)

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