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Armutsrisiko in Regionen und Städten

Tief regionalisierte Armutsgefährdungsquoten z. B. für Großstädte lassen sich nur in der Zusammenschau mit Daten über das Einkommen sowie die Mindestsicherung interpretieren.

Gemessen jeweils am regionalen Durchschnittseinkommen lag die Spanne der Armutsrisikoquoten 2016 in den 15 bevölkerungsstärksten deutschen Großstädten zwischen 14,8 % in Duisburg und 21,6 % in Düsseldorf. Auch in Frankfurt am Main, Köln und Hannover galt durchschnittlich etwa jede fünfte Person als armutsgefährdet. Im Vergleich zu 2011 verzeichneten mit München, Dortmund (beide -0,4 Prozentpunkte) und Stuttgart (-1,9 Prozentpunkte) nur drei Städte einen Rückgang der Quote, in den anderen 12 Städten stieg sie.

Die niedersächsische Regionalstruktur zeigte 2016 weiterhin Ost-West- sowie Stadt-Land-Divergenzen. Die insgesamt eher ländlichen Statistischen Regionen Weser-Ems und Lüneburg hatten Quoten von 14,2 % und 14,9 %, während die stark verstädterte Statistische Region Braunschweig eine Armutsgefährdungsquote von 17,4 % und die Statistische Region Hannover von 17,7 % aufwiesen.

In den tiefer gegliederten elf so genannten Mikrozensus-Anpassungsschichten spiegelt sich die Struktur der Statistischen Regionen insgesamt wider. Im Oldenburger Raum lag die Quote mit 13,7 % am niedrigsten, relativ niedrige Quoten unter 15,0 % gab es auch in den Kreisen und kreisfreien Städten in der Region Ostfriesland Nordseeküste, Nordostniedersachsen und Westniedersachsen. Werte über 17,0 % hatte das hannoversche Umland, Südniedersachsen und mit 21,0 % am höchsten lag die Landeshauptstadt Hannover. Im Vergleich der Jahre 2016 zu 2011, aber auch im mittelfristigen Durchschnitt (2011 bis 2013 gegenüber 2014 bis 2016) ist die Quote überall außer in Nordostniedersachsen angestiegen, am stärksten im Umland von Hannover (+3,0 Prozentpunkte bzw. +1,6 Prozentpunkte).

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (HSBN 2018)

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