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Armutsrisiko- und Reichtumsquoten nach Ländern

Die Armutsgefährdungsquote Niedersachsens lag 2016 mit 16,0 % nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (15,9 %) und war gleichzeitig so hoch wie nie zuvor. Danach galten circa 1,25 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Bundesweit verblieb die Quote wie 2015 bei 15,7 %. Die Spanne reichte von 12,0 % in Thüringen bis 18,3 % in Hamburg. Unter den westdeutschen Ländern lag Niedersachsen hinter Bayern (14,9 %) und Baden-Württemberg (15,4 %). Im Zeitraum 2011 bis 2016 stieg die Quote in Niedersachsen von Jahr zu Jahr - bis auf einen Rückgang 2014 - kontinuierlich an um insgesamt 1,0 Prozentpunkte.

Die Armutsgefährdungsschwelle lag 2016 in Niedersachsen für einen Einpersonenhaushalt bei einem Nettoeinkommen von 953 Euro; bundesweit lag sie bei 969 Euro. Auf Basis des bundesdeutschen Schwellenwerts, lag die Armutsgefährdungsquote Niedersachsens sogar bei 16,7 % und damit einen vollen Prozentpunkt über dem Bundeswert (15,7 %). Bei zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren betrug die Schwelle in Niedersachsen 2.002 Euro (Zwei Erwachsene und ein unter 14-jähriges Kind: 1.716 Euro), bei einem Haushalt mit einem Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren lag sie bei 1.239 Euro.

Die Reichtumsquote lag 2016 in Niedersachsen bei 7,0 % und damit genauso hoch bzw. niedrig wie 2007. Für einen Einpersonenhaushalt hieße das, dass er über ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 3.177 Euro (Reichtumsschwelle) verfügen müsste, um als "reich" zu gelten. Seit Beginn der Berechnungen über Armut und Reichtum lag die Quote außer 2007 und 2008 stets bei 7,3 % oder 7,4 %. Gemessen am höheren bundesdeutschen Schwellenwert (3.230 Euro), lag die niedersächsische Reichtumsquote 2016 bei 6,6 %. Der Bundeswert lag mit 8,2 % deutlich darüber.

Die höchsten Reichtumsquoten nach dem Regionalkonzept gab es in den Stadtstaaten Hamburg (10,4 %) und Bremen (9,9 %), wo es auch die höchsten Armutsgefährdungsquoten gab. Die niedrigsten Quoten gab es in den ostdeutschen Flächenländern, wo wiederum auch die Armutsgefährdungsquoten am niedrigsten waren, was zusammengenommen auf die weniger hohen Einkommensdisparitäten in Ostdeutschland zurückzuführen ist.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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