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Einkommen

Das verfügbare Einkommen pro Kopf betrug 2015 in Deutschland 21.583 Euro. In Niedersachsen lag es mit 20.823 Euro erheblich niedriger, der Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 2,5 % war jedoch höher als im Bundesdurchschnitt (+2,2 %). Die höchsten Einkommen pro Kopf von über 23.000 Euro wurden in Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg erzielt. Die Werte der ostdeutschen Länder lagen rund 10 % bis 20 % unter dem Bundesdurchschnitt.

In Niedersachsen verfügten die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Harburg mit 24.758 Euro über das höchste Pro-Kopf-Einkommen und damit rund 19 % mehr als im niedersächsischen Durchschnitt. Einkommen über 22.000 Euro gab es auch in den Landkreisen Helmstedt, Diepholz, Gifhorn, Verden und in Wolfsburg. Sehr niedrige Werte gab es vor allem im Westen des Landes, und zwar in Delmenhorst, Emden und im Landkreis Leer. In Wilhelmshaven betrug es durchschnittlich nur 17.846 Euro, 14 % unter dem Niedersachsenwert.

Daten der Einkommensteuerstatistik geben unter anderem Aufschluss über die Einkünfte der wohlhabenden Bürgerinnen und Bürger, die 2013 Einkünfte von mehr als 125.000 Euro verbuchten. Dies betraf in Deutschland 2,8 % der Steuerpflichtigen, die aber ein Fünftel (19,5 %) aller Einkünfte auf sich vereinigten. Am höchsten war deren Einkommensanteil in Hamburg mit 26,8 % und in Bayern und Hessen mit 22,2 % bzw. 22,1 %. Die niedrigsten Werte gab es in den ostdeutschen Ländern, so in Sachsen-Anhalt mit 10,9 % und in Thüringen mit 10,7 %.

In Niedersachsen hatten 2,5 % der Steuerpflichtigen 2013 Einkünfte von 125.000 Euro und mehr; sie vereinigten zusammen 17,8 % aller Einkünfte auf sich. Drei Jahre zuvor waren es 1,9 % mit 15,5 % aller Einkünfte. 2007 kamen 1,7 % auf einen Anteil von 15,0%. Das Gewicht der "Reichen" steigt damit kontinuierlich an, wobei die Auswirkungen der Geldentwertung berücksichtigt werden müssen. Die Wohlhabenden mit Einkünften von mehr als 125.000 Euro hatten 2013 besonders hohe Anteile von beinahe einem Viertel an den Gesamteinkünften aller Steuerpflichtigen in Wolfsburg (23,8 %), im Landkreis Harburg und in der Stadt Osnabrück (beide 23,4 %). Die höchsten Reichenanteile an allen Steuerpflichtigen mit über 3 % gab es im Umland von Hannover, in der Stadt Braunschweig sowie im Landkreis Wolfenbüttel, in Wolfsburg und im Landkreis Gifhorn. Im Landkreis Harburg betrug der Anteil sogar 4,2 %.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (HSBN 2018)

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