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Clusteranalyse: Regionale Strukturen auf Einheits- und Samtgemeindeebene

Um der Regionalsicht einer Sozialbericherstattung gerecht zu werden und eine Hilfe für kommunale Akteurinnen und Akteure für konkrete Maßnahmen und Entscheidungen zu sein, werden in der HSBN die einzelnen Themen soweit möglich nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf regionaler und kommunaler Ebene vergleichend betrachtet. Es wird also entweder der Landesdurchschnitt als Orientierungsmaß genommen oder der der statistischen Region oder der umliegenden Gebietseinheiten.

Allerdings wird schnell klar, dass aufgrund unterschiedlicher Ausgangslagen in der jeweiligen kommunalen Struktur die Bedingungen nicht überall gleich sind. Selbst direkt nebeneinander liegende Kommunen können völlig unterschiedliche Ausprägungen aufweisen, da sie strukturell nicht vergleichbar sind. Bei der Frage, welche Kommunen sich untereinander vergleichen sollten, weil sie vergleichbare Rahmenbedingungen aufweisen, hilft in der Regionalforschung das Instrument der Clusteranalyse.

Methode und Ziel der Clusteranalyse

Dabei werden die Einheits- und Samtgemeinden (Verwaltungseinheiten) des Landes ausgehend von einer angenommenen strukturbestimmenden Datenauswahl mittels eines mathematischen Verfahrens in verschiedene Gruppen (Cluster) aufgeteilt. Die Cluster sollen in sich homogen sein, die jeweiligen Verwaltungseinheiten also untereinander viele Ähnlichkeiten aufweisen. Die Cluster untereinander sollten möglichst heterogen sein, also möglichst wenige Ähnlichkeiten miteinander aufweisen.

Die Cluster-Anzahl hängt von den Daten und deren Ähnlichkeiten bzw. Unterschieden selbst ab. So kann auch die Anzahl der Mitglieder der Cluster völlig unterschiedlich sein. Die Mitglieder eines Clusters müssen nicht unbedingt räumlich zusammenhängen, auch wenn das oft der Fall ist, weil regionale Strukturen und Entwicklungspfade meist ganze Regionen betreffen, so dass in bestimmten Regionen einige Cluster gar nicht, andere häufig vorkommen. (Siehe HSBN 2017, S. 131)

Innerhalb der HSBN wurde bereits eine solche Analyse auf Kreisebene und auf Ebene der Verwaltungseinheiten aus dem Jahr 2013 herangezogen. (Vgl. Hoffmeister, Rita und Huter, Jessica: Wer mit wem? – oder: was Twist, Scheeßel und Grasleben miteinander gemein haben, in: Statistische Monatshefte Niedersachsen 2/2013, S. 58-64.)

Die neue Clusteranalyse der HSBN 2018 geht über eine einfache Aktualisierung der letzten Untersuchung hinaus: zum einen wird in Bezug auf die Betrachtung der Berichtsjahre zumeist auf einen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2015 abgestellt, vereinzelt auch auf den Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 (zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell verfügbare Berichtsjahre). Zum anderen wurde der Gebietsstand dem aktuellen vom 1. Juli 2017 angepasst. Ein entscheidender Unterschied liegt auch in der Auswahl der Indikatoren, wobei in der Aussagekraft schwächere gegen stärkere getauscht bzw. Indikatoren hinzugenommen wurden. Die neue Clusteranalyse lässt sich demnach mit der vorherigen nur eingeschränkt vergleichen.

Ziel war es, aussagekräftige, strukturbestimmende Indikatoren zu berücksichtigen, die ein möglichst annähernd umfassendes Gesamtbild der Samtgemeinden bzw. Einheitsgemeinden zulassen. Hierbei war es wichtig, dass die ausgewählten Indikatoren untereinander möglichst wenig korrelieren. Die Cluster wurden auf Basis von 12 Indikatoren gebildet. Dabei sollten folgende Themenbereiche abgedeckt werden: Demografie, Wirtschaftskraft, Arbeit, Bildung, Soziales, Wohlstand und Öffentliche Finanzen.

Eine Gewichtung der Indikatoren wurde nicht vorgenommen, d.h. jeder Indikator ging in die Analyse mit demselben Faktor ein.

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