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Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen 2019

HSBN-2019In der 10. Ausgabe nimmt die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) eine erweiterte Sicht und Ergänzungen auf bereits in den letzten Ausgaben untersuchte Themenbereiche.

So finden sich in der vorliegenden Ausgabe Daten über Erwerbstätige, die trotz Vollzeittätigkeit auf SGB II-Leistungen angewiesen sind. In Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet die HSBN nun nicht nur Angaben über die Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen und -pflege, sondern über die Verteilung von Ganztagsgrundschulen in Niedersachsen und somit über den Anteil der Schülerinnen und Schülerinnen, die diese Schulen besuchen. Beim Thema Einkommen und Vermögen stellt ein neues Unterkapitel die finanzielle Situation von Familien nach Anzahl der Kinder nach dem monatlichen Nettoeinkommen dar. Des Weiteren geben Angaben aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 Auskunft über die Verteilung von Vermögen nach Altersgruppen. Das Kapitel Armutsgefährdung wurde ergänzt mit Angaben zu materiellen Entbehrungen und sozialer Ausgrenzung nach EU-Definition.

Der Bericht zur HSBN wird durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung herausgegeben.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

In Niedersachsen fiel durch die anhaltend gute Konjunktur die Zahl der Arbeitslosen von Juni 2012 bis Juni 2017 um 5,1 % auf 240.198. Der Rückgang war stärker als im Durchschnitt der westdeutschen Länder (-4,6 %). In Deutschland insgesamt waren rund 2,5 Mio. Menschen arbeitslos gemeldet. Die niedersächsische Quote lag im Juni 2017 mit 5,6 % nur leicht über dem Bundesdurchschnitt (5,5 %; Westdeutschland: 5,1 %). weiterlesen >>>

Armutsgefährdung in Regionen und Städten

Soziale Problemlagen ballen sich oft in Großstädten und schlagen sich in den Sozialstatistiken nieder. Gemessen am jeweiligen regionalen Durchschnittseinkommen reichte die Spanne der Armutsgefährdungsquoten 2017 in den 15 bevölkerungsstärksten deutschen Großstädten zwischen 16,2 % in Dresden und 22,0 % in Düsseldorf und lag damit immer über dem jeweiligen Landesdurchschnitt. Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover wies eine Armutsgefährdungsquote von 19,7 % auf. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies eine Verringerung um 1,3 Prozentpunkte. In keiner anderen Großstadt fiel der Rückgang höher aus. weiterlesen >>>

Armutsgefährdung nach Lebenslagen und gesellschaftlichen Gruppen

Von Armut bedroht sind vor allem Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und junge Erwachsene im Ausbildungsalter: Während unter den Minderjährigen etwa jede bzw. jeder Fünfte auch 2017 als armutsgefährdet galt, waren es unter den 18- bis unter 25-Jährigen sogar mehr als ein Viertel (20,6 % und 26,7 %). Die "Altersarmut" scheint dagegen geringer: Menschen im Alter ab 65 Jahren waren unterdurchschnittlich oft von Armut gefährdet (14,6 %). Hier zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. weiterlesen >>>

Armutsgefährdungsquoten und Reichtumsquoten nach Ländern

In Niedersachsen waren im Jahr 2017 rund 1,24 Millionen Menschen von Armut gefährdet. Die Armutsgefährdungsquote lag wie auch in Gesamtdeutschland bei 15,8 %. Gegenüber dem Spitzenwert des Vorjahres (16,0 %) verringerte sich die niedersächsische Quote zwar leicht. Mittelfristig zeigt sich wie in fast allen Ländern tendenziell jedoch weiterhin ein Anstieg. weiterlesen >>>

Armutsgefährdung und Erwerbstätigkeit

Nicht jeder Mensch, der einer Arbeit nachgeht, ist auch vor Armut bzw. Armutsgefährdung geschützt. Beim Vergleich der Quoten, die bei den Erwerbslosen 55,9 % betrug und bei Erwerbstätigen "nur" 7,3 %, wird jedoch das Ausmaß der so genannten "working poor" nicht hinreichend deutlich. weiterlesen >>>

Armutsgefährdung und materielle Entbehrung

Der so genannte AROPE-Indikator (At Risk Of Poverty or social Exclusion) aus der Statistik "Leben in Europa" misst Armutsgefährdung nicht nur anhand der Einkommensverteilung, sondern berücksichtigt auch das Ausmaß materieller Deprivation und den Anteil der Personen, die in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben. Liegt eines der drei Kriterien "Armutsgefährdung", "erhebliche materielle Deprivation" oder "Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung" vor, wird nach der EU-Definition von Armutsbedrohung oder sozialer Ausgrenzung gesprochen. weiterlesen >>>

Bekämpfte Armut: Soziale Mindestsicherung

Die "bekämpfte Armut" bezeichnet das Ausmaß der Abhängigkeit von staatlichen Mindestsicherungsleistungen, deren Empfängerinnen und Empfänger "behördlich wahrgenommen" als arm gelten: Durch die Transferleistungen soll ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. weiterlesen >>>

Besondere Lebenslagen

Als "Besondere Lebenslagen" werden Indikatoren zusammengefasst, die Lebenslagen beschreiben, die kurz- oder langfristig die Lebensumstände der Betroffenen unterschiedlich stark einschränken. Sie sind sehr verschieden gelagert und können weder miteinander gleichgesetzt noch unmittelbar in Verbindung gebracht werden. weiterlesen >>>

Bezugsdauer von SGB II-Leistungen

Für viele SGB II-Leistungsbeziehende ist die Hilfebedürftigkeit kein vorübergehender und zu überbrückender Umstand, sondern Dauerzustand. Anhand der Betrachtung der Leistungsbezugsdauern lassen sich Aussagen über die verfestigte Hilfebedürftigkeit machen. weiterlesen >>>

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Niedersachsens betrug im Jahr 2016 insgesamt 276 Milliarden Euro (Angaben für 2016, Berechnungsstand: August 2017). Pro Kopf waren das 34.812 Euro, und damit etwa 9 % weniger als im Bundesdurchschnitt von 38.180 Euro. Dies liegt neben der spezifischen Branchenstruktur auch daran, dass viele in Niedersachsen wohnhafte Erwerbstätige in Hamburg oder Bremen arbeiten und das dortige BIP mit erwirtschaften und zu den dortigen sehr hohen Werten beitragen. weiterlesen >>>

Einkommen

Das verfügbare Einkommen pro Kopf betrug im Jahr 2016 in Niedersachsen 21.045 Euro und lag damit fast 900 Euro unter dem durchschnittlichen Wert für Deutschland von 21.919 Euro. Zudem stieg es mit 2,6 Prozent auch weniger stark an als im Bundesdurchschnitt (+2,9 %). Die höchsten Einkommen pro Kopf von über 24.000 Euro wurden in Bayern und Hamburg erzielt. Die ostdeutschen Länderwerte lagen 10 % bis 17 % unter dem Bundesdurchschnitt. weiterlesen >>>

Einkommen, Verdienste und Vermögen

In Deutschland, so auch in Niedersachsen, sind in den letzten Jahren aufgrund der guten Konjunktur immer mehr Menschen in Beschäftigung gekommen und immer weniger erwerbslos geworden. Allerdings nahm nicht nur die Tarifbindung schon vor der Agenda 2010 immer mehr ab, sondern der Beschäftigtenanteil im Niedriglohnbereich auch stetig zu. weiterlesen >>>

Gesundheit und Lebenserwartung

Durch die Wechselwirkungen zwischen Armut, prekären Lebenslagen und Gesundheit kann Krankheit eine der Ursachen für Armut sein. Umgekehrt kann Armut auch Erkrankungen und prekäre Lebenslagen zur Folge haben. Begründet ist dies sowohl in den Lebensumständen als auch in der Lebensführung. weiterlesen >>>

Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Sozialhilfe soll als "letztes Auffangnetz" vor Armut, sozialer Ausgrenzung und besonderer Belastung schützen. Sie soll den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Sozialhilfe erbringt gemäß dem SGB XII Leistungen für Personen, die ihren Bedarf nicht aus eigener Kraft (insbesondere durch Einkommen und Vermögen) decken können und auch keine ausreichenden Ansprüche aus vorgelagerten Versicherungs- und Versorgungssystemen haben. weiterlesen >>>

Kinder und Jugendliche

Die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ist von Anfang an Schwerpunkt der HSBN, und die Betrachtung der unterschiedlichen sozialen Lagen hat hierauf in jedem Kapitel auch den Fokus. Dies ist im Sinne einer Handlungsorientierung unerlässlich, da Armutsgefährdung und problematische Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen vielfältige Ursachen haben und auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Problemlagen und Strukturen zurückzuführen sind. weiterlesen >>>

Mindestsicherungsempfängerinnen und -empfänger insgesamt

Ende 2017 erhielten in Niedersachsen 746.929 Menschen Mindestsicherungsleistungen. Damit waren rund 22.000 Personen bzw. 2,8 % weniger auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen als noch ein Jahr zuvor. Die Mindestsicherungsquote, die den Anteil an der Gesamtbevölkerung wiedergibt, sank um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 %. Deutschlandweit sank die Zahl der Leistungsbeziehenden um 3,5 % und die Quote betrug 9,2 %. weiterlesen >>>

Relative Armut und relativer Reichtum

Armut bedeutet in wirtschaftlich hochentwickelten Ländern die mangelnde Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine Einschränkung der individuellen Handlungsmöglichkeiten. Sie kann so auch zur sozialen Ausgrenzung führen. Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne, geringe Qualifikation, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine zu niedrige Altersabsicherung verstärken das Armutsrisiko und die Auswirkungen prekärer Lebenslagen. weiterlesen >>>

Verdienste und 'working poor'

Der Bruttostundenverdienst der voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich lag 2017 in Niedersachsen bei 21,95 Euro. Frauen verdienten mit 19,28 Euro weiterhin deutlich weniger als Männer mit einem Stundenverdienst von 23,66 Euro. Dabei stieg der Abstand - anders als in den Vorjahren - wieder leicht an. Im Bundesvergleich lagen die niedersächsischen Verdienste klar unter dem Bundesdurchschnitt von 23,34 Euro. weiterlesen >>>

Vermögen

Es gibt nur wenige zuverlässige Daten über das Vermögen der privaten Haushalte. Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) liefert immerhin Anhaltspunkte. Diese Erhebung erfolgt allerdings auf freiwilliger Basis und ist konzeptionell nicht darauf ausgerichtet, die Vermögen der sehr Reichen zu erfassen. Das Geld- und sonstige Vermögen in Deutschland und Niedersachsen ist wahrscheinlich tatsächlich sehr viel höher als die EVS es nachweisen kann. weiterlesen >>>

Wirtschaft und Erwerbstätigkeit

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stellt die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes oder einer Region dar. Es ist aber wie das ebenfalls von den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) berechnete verfügbare Einkommen kein direkter Wohlfahrtsindikator, weil das BIP keine Auskunft darüber gibt, wie es verteilt wird. Außerdem umfasst ein komplexer Begriff wie "Wohlfahrt" auch nicht-finanzielle Komponenten der Lebensqualität. weiterlesen >>>

Zivilgesellschaft und bürgerschaftliches Engagement

Das Handeln und das Engagement zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure sind unverzichtbar für das Gemeinwesen und die Bewältigung der vor ihm liegenden Aufgaben. Besonders wichtig ist dies vor allem in den Bereichen, aus denen sich der Staat zurückzieht bzw. auch auf kommunaler Ebene nicht genügend finanzielle Mittel bereitstehen. Dies ist durchaus auch kritisch zu sehen, da ehrenamtliches Engagement nicht geleistet wird, um dem Staat Geld zu sparen. weiterlesen >>>