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Schriftzug Familien in Niedersachsen

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Sozialbericht 2017

HSBN-2017Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) richtet den Blick insbesondere auf die Entwicklung der Armutsgefährdung in Niedersachsen, hier vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Sie hat sich als wertvolle Arbeitshilfe für Kommunen, Verbände und gesellschaftliche Initiativen erwiesen. Mit der HSBN stellt die Landesregierung eine qualifizierte Sozialberichterstattung zur Verfügung, die alle sozialpolitisch relevanten Regionaldaten und Analysen enthält. Die regionalisierten Daten geben Hinweise darauf, welche Zielgruppen besonders betroffen sind. Ergänzend behandelt der Anlagenbericht der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) die Thematik des inklusiven Handelns, der Beteiligung von Betroffenen und die Fragen nach adäquaten Wohnformen von Menschen mit und ohne Behinderung.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote

Im Juni 2015 waren in Niedersachsen 246.598 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag damit mit 5,9 % auf einem historisch niedrigen Niveau und unterhalb des Bundesdurchschnitts von 6,2 %. Geschlechtsspezifisch gab es keinen großen Unterschied: Im Durchschnitt war die Arbeitslosenquote der Frauen in Deutschland etwas niedriger als die der Männer. In Niedersachsen betrugen die Quoten 5,8 % (Frauen) bzw. 5,9 % (Männer). weiterlesen >>>

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Arbeitslosigkeit führt unmittelbar erst einmal zu finanziellen Einbußen, bei längerer Dauer auch zu eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe der Betroffenen und ihrer Familienmitglieder sowie oftmals zur sozialen Stigmatisierung. Erwerbslose sind am stärksten armutsgefährdet. weiterlesen >>>

Armutsrisiko in Regionen und Städten

Tief regionalisierte Armutsgefährdungsquoten z. B. für Großstädte lassen sich nur in der Zusammenschau mit Daten über das Einkommen sowie die Mindestsicherung interpretieren. Gemessen jeweils am regionalen Durchschnittseinkommen lag die Spanne der Armutsrisikoquoten von 15 deutschen Großstädten Deutschlands zwischen 15,3 % (Berlin) und 20,6 % (Nürnberg). weiterlesen >>>

Armutsrisiko nach Lebenslagen und gesellschaftlichen Gruppen

Das höchste relative Armutsrisiko trugen in Niedersachsen 2015 mit 58,5 % die Erwerbslosen. Ein deutlich erhöhtes Risiko hatten auch die Alleinerziehenden und ihre Kinder mit 46,6 % und Menschen in Haushalten von Geringqualifizierten mit 41,6 %. Gemessen am Durchschnitt von 15,9 % hatten auch "sonstige Nichterwerbspersonen" (39,5 %), Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (40,5 %) oder mit Zuwanderungsgeschichte (30,2 %) sehr hohe Armutsgefährdungsquoten. weiterlesen >>>

Armutsrisiko- und Reichtumsquoten nach Ländern

Die Armutsgefährdungsquote Niedersachsens stieg im Jahr 2015 auf 15,9 %. Damit lag sie um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahr und sogar 1,4 Prozentpunkte über dem Wert aus dem Jahr 2010. Im langfristigen Zeitvergleich ab dem Jahr 2005 erweist sich diese Quote von 15,9 % als höchster jemals gemessener Wert. weiterlesen >>>

Bekämpfte Armut: Soziale Mindestsicherung

Die "bekämpfte Armut" bezeichnet das Ausmaß der Abhängigkeit von staatlichen Mindestsicherungsleistungen, deren Empfängerinnen und Empfänger als "behördlich wahrgenommen" arm gelten: Durch die Transferleistungen soll ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. weiterlesen >>>

Besondere Lebenslagen

Unter der Überschrift "Besondere Lebenslagen" wurden fünf Indikatoren ausgewählt, die Lebenslagen beschreiben, die kurz- oder langfristig das Leben der Betroffenen unterschiedlich stark einschränken. Dabei sind sie ganz verschieden gelagert. Sie können weder miteinander gleichgesetzt noch unmittelbar in Verbindung gebracht werden. weiterlesen >>>

Bezugsdauer von SGB II-Leistungen

Seit Januar 2005 gibt es ein einheitliches System der Grundsicherung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit quantitativ und qualitativ hohen Ansprüchen an die Betroffenen. weiterlesen >>>

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Niedersachsens betrug im Jahr 2014 insgesamt 248,5 Milliarden Euro. Pro Kopf waren das 31.824 Euro. Im Ländervergleich war dies relativ wenig, denn der Deutschland-Wert lag bei 36.003 Euro. Dies liegt überwiegend daran, dass viele in Niedersachsen wohnhafte Erwerbstätige in Hamburg oder Bremen arbeiten und das dortige BIP mit erwirtschaften. weiterlesen >>>

Einkommen

Das verfügbare Einkommen pro Kopf betrug 2014 in Deutschland 21.117 Euro, das waren 1,9 % mehr als im Vorjahr. In Niedersachsen lag es mit 20.169 Euro erheblich niedriger (+2,0 % gegenüber 2013). Im Ländervergleich werden mit Werten über 23.000 Euro pro Kopf die höchsten verfügbaren Einkommen in Hamburg und Bayern erzielt. Alle ostdeutschen Länder weisen Werte auf, die deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt und in Niedersachsen sind. weiterlesen >>>

Einkommen, Verdienste und Vermögen

Ein ausreichendes und gesichertes Einkommen ist eine entscheidende Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, das Erreichen und den Erhalt des jeweiligen Lebensstandards - auch über das Renteneintrittsalter hinaus. Für Frauen und Männer im Erwerbsalter ist zumeist die eigene Erwerbstätigkeit, zumeist in der Form einer abhängigen Beschäftigung, die Hauptquelle des Einkommens. weiterlesen >>>

Empfängerinnen und Empfänger von HLU sowie von Leistungen der Grundsicherung

Die Sozialhilfe soll als "letztes Auffangnetz" vor Armut, sozialer Ausgrenzung und besonderer Belastung schützen. Sie soll den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Die Sozialhilfe erbringt gemäß dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch Leistungen für Personen, die ihren Bedarf nicht aus eigener Kraft decken können und auch keine ausreichenden Ansprüche aus vorgelagerten Versicherungs- und Versorgungssystemen haben. weiterlesen >>>

Mindestsicherungsempfängerinnen und -empfänger insgesamt

Ende 2015 erhielten in Niedersachsen 775.056 Personen Mindestsicherungsleistungen, das entspricht einer Quote von 9,8 %. Gegenüber dem Vorjahr stieg damit die Anzahl deutlich um 70.399 Personen bzw. um 10,0 %. Die Quote erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte. weiterlesen >>>

Relative Armut und relativer Reichtum

Armut bedeutet in wirtschaftlich hochentwickelten Ländern die mangelnde Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine Einschränkung der individuellen Handlungsmöglichkeiten. Auch soziale Ausgrenzung (Exklusion) kann eine Folge der Armut sein. weiterlesen >>>

Verdienste

Die Verdienststrukturerhebung und die Vierteljährliche Verdiensterhebung zeigen grundsätzliche Unterschiede des Verdienstniveaus zwischen den Beschäftigungsformen und Geschlechtern auf. Normalarbeitnehmerinnen und Normalarbeitnehmer hatten im April 2014 mit 19,14 Euro deutlich höhere Bruttostundenverdienste als atypisch Beschäftigte (12,56 Euro), das sind Teilzeit-, befristet und geringfügig Beschäftigte sowie Zeitarbeitskräfte. weiterlesen >>>

Vermögen

Es gibt nur wenige zuverlässige Daten über das Vermögen der privaten Haushalte. Die Einkommens- und Verbrauchstichproben (EVS) liefern immerhin Anhaltspunkte. Allerdings erfolgen diese Erhebungen auf freiwilliger Basis und sind konzeptionell nicht in der Lage, die Vermögen der sehr Reichen zu erfassen. Das Geld- und sonstige Vermögen in Deutschland und Niedersachsen ist wahrscheinlich tatsächlich sehr viel höher, als die EVS es nachweisen können. weiterlesen >>>

Wirtschaft und Erwerbstätigkeit

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der wichtigste Indikator, der von den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) ermittelt wird. Das BIP stellt die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes oder einer Region dar. Die VGR berechnen auch andere für eine Sozialberichterstattung relevante Daten, so vor allem das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Das BIP und auch die verfügbare Einkommen sind aber keine direkten Wohlfahrtsindikatoren, denn ein komplexer Begriff wie "Wohlfahrt" umfasst auch nicht-finanzielle Komponenten der Lebensqualität. weiterlesen >>>