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Schriftzug Familien in Niedersachsen

Schriftzug Statistische Ämter des Bundes und der Länder

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Hinweis zur Nutzung des Glossars

Zum besseren Verständnis sind im Glossar der Website zur HSBN einige wichtige Begriffsdefinitionen genannt. Ausführliche Erläuterungen zu den verwendeten Fachbegriffen und methodische Hinweise sowie Links zu Metadaten und Literaturangaben finden Sie jeweils im Anhang des Statistikberichts zur HSBN.

Absolventinnen und Absolventen berufsbildender Schulen mit zusätzlich erworbenem schulischem Abschluss

Unter einem zusätzlich erworbenen schulischen Abschluss an einer berufsbildenden Schule sind Abschlüsse wie Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Fachhochschulreife oder allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife zu verstehen. Die Angaben umfassen nur solche Absolventinnen und Absolventen berufsbildender Schulen, die an diesen Schularten zusätzlich (zum bisher vorhandenen schulischen Abschluss) einen schulischen Abschluss erworben haben. (vgl. HSBN 2014, S. 102)

Anpassungsschichten im Mikrozensus

Die sogenannten "Anpassungsschichten" des Mikrozensus sind Zusammenfassungen mehrerer Gebietseinheiten, in denen zusammen circa 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner leben. Gerade bei Interpretationen von Veränderungen im Zeitablauf sind Daten auf Ebene der so genannten "Anpassungsschichten" des Mikrozensus wesentlich verlässlicher. Für Armutsquoten ohne fachliche Differenzierung sind nur die "Anpassungsschichten" als untere Regionalebene ohne Einschränkungen zu verwenden. (vgl. HSBN 2014, S. 103)

Äquivalenzeinkommen / durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen

Das Äquivalenzeinkommen ist ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied, das ermittelt wird, indem das Haushaltsnettoeinkommen durch die Summe der Bedarfsgewichte der im Haushalt lebenden Personen geteilt wird.
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Arbeitslosenquote | alle zivilen Erwerbspersonen

Arbeitslose sind Arbeitsuchende bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres, die nicht oder weniger als 15 Stunden wöchentlich in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, die nicht Schülerinnen oder Schüler, Studierende oder Teilnehmerinnen / Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, nicht arbeitsunfähig erkrankt, nicht Empfängerinnen oder Empfänger von Altersrente sind und für eine Arbeitsaufnahme als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sofort zur Verfügung stehen. Arbeitslose müssen sich persönlich bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur oder dem nach SGB II zuständigen Träger gemeldet haben. Alle zivilen Erwerbstätigen sind die Summe aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen errechnet sich danach. (vgl. HSBN 2014, S. 109)

Arbeitslosenquote der Ausländerinnen und Ausländer

Die Quote wird analog der Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen berechnet. Ausländerinnen und Ausländer können nur dann als arbeitslos erfasst werden, wenn sie eine Arbeitnehmertätigkeit in Deutschland ausüben dürfen. Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit werden unter "keine Angabe" ausgewiesen. Der prozentuale Anteil der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer wurde wie folgt berechnet: Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer dividiert durch Zahl der Arbeitslosen insgesamt multipliziert mit 100. (vgl. HSBN 2014, S. 110)

Armutsquote

Die Armutsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut und wird definiert als der Anteil der Personen, deren Äquivalenzeinkommen weniger als ein bestimmter Prozentsatz des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) beträgt. Bei einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60% des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) spricht man von Armutsgefährdung, bei weniger als 50% von Armut und bei weniger als 40% von strenger Armut. weiterlesen >>>

Bildungsstufen (nach ISCED)

Die Indikatoren Qualifikationsniveau und Bildungsstand basieren auf den Bildungsstufen
nach ISCED (International Standard Classification of Education), der internationalen Standardklassifikation des Bildungswesens (in der Fassung von 1997). Die Bildungsstufen nach ISCED gelten als Standards der UNESCO für internationale Vergleiche der länderspezifischen Bildungssysteme. Sie werden auch von der OECD genutzt. weiterlesen >>>

Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen

Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen. (vgl. HSBN 2014, S. 121)

Bruttowertschöpfung (BWS) nach Wirtschaftsbereichen

Die Bruttowertschöpfung, die zu Herstellungspreisen bewertet wird, ergibt sich für jeden Wirtschaftsbereich aus dem Bruttoproduktionswert zu Herstellungspreisen abzüglich der Vorleistungen zu Anschaffungspreisen. (vgl. HSBN 2014, S. 124)

Clusteranalyse anhand von Strukturindikatoren

Ziel einer Clusteranalyse ist es, systematische Ähnlichkeiten zwischen Objekten zu identifizieren und diese aufgrund ihrer Ähnlichkeiten zu Gruppen zusammenzufassen. Dabei sollten die Objekte innerhalb einer Gruppe möglichst homogen in Bezug auf die betrachteten Merkmale sein. Zwischen den Gruppen sollten die Unterschiede dagegen möglichst groß sein. weiterlesen >>>

Clusteranalyse niedersächsischer Verwaltungseinheiten anhand von Strukturindikatoren

Ziel einer Clusteranalyse ist es, systematische Ähnlichkeiten zwischen Objekten zu identifizieren und diese aufgrund ihrer Ähnlichkeiten zu Gruppen zusammenzufassen. Dabei sollten die Objekte innerhalb einer Gruppe möglichst homogen in Bezug auf die betrachteten Merkmale sein. Zwischen den Gruppen sollten die Unterschiede dagegen möglichst groß sein. weiterlesen >>>

Einkommensarmut (relative)

Als relativ einkommensarm gelten nach Definition der Europäischen Union Personen, deren Äquivalenzeinkommen weniger als 60% des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) beträgt. weiterlesen >>>

Einkommensreichtum (relativer)

Als relativ einkommensreich gelten hier Personen, deren Äquivalenzeinkommen mehr als 200 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) beträgt. weiterlesen >>>

Kinderzuschlag (KiZ)

Eltern haben Anspruch auf einen Kinderzuschlag (KiZ) für jedes im Haushalt lebende ledige Kind unter 25 Jahren, für das Kindergeld bezogen wird, wenn sie in der Lage sind mit ihrem Einkommen den eigenen Bedarf zu decken. Durch die Zahlung des Kinderzuschlages muss der Bedarf der Familie gedeckt werden. Die monatlichen Einnahmen dürfen bei Paaren 900 Euro und bei Alleinerziehenden 600 Euro nicht unterschreiten. Sind andere Einkommen und/ oder Vermögen vorhanden, dürfen diese eine Höchstgrenze nicht übersteigen. Gleichzeitig muss die Hilfebedürftigkeit der Bedarfsgemeinschaft durch den Kinderzuschlag beendet werden, so dass sie kein Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (mehr) erhält. (vgl. HSBN 2014, S. 150)

Menschen mit Migrationshintergrund (Mikrozensus)

Zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählen alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländerinnen und Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländerin oder Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil. weiterlesen >>>

Minderjährige Opfer von Straftaten in Niedersachsen

Als Opfer werden nur diejenigen natürlichen Personen erfasst, gegen die sich der Täterangriff unmittelbar gerichtet hat. Maßgeblich ist die Verletzung oder Bedrohung höchstpersönlicher Rechtsgüter (Leben, Gesundheit, Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung). Minderjährig sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik Personen unter 18 Jahre. (vgl. HSBN 2014, S. 160)

Minderjährige Tatverdächtige von Straftaten in Niedersachsen

Tatverdächtiger ist jede/ jeder, die/ der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig ist, eine rechtswidrige (Straf-) Tat begangen zu haben. Dazu zählen auch Mittäter, Anstifter und Gehilfen (Definitionen siehe §§ 25 ff. Strafgesetzbuch). Schuldausschließungsgründe bleiben unberücksichtigt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zählt als Tatverdächtige z. B. auch schuldunfähige Kinder (§ 19 StGB) und Personen, die wegen seelischer Störungen schuldunfähig sind (§ 20 StGB). Minderjährig sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik Personen unter 18 Jahre. (vgl. HSBN 2014, S. 165)

Mindestsicherungsquote | Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen

Die Mindestsicherungsquote ist ein zusammengefasster Indikator, der den Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen an der Gesamtbevölkerung darstellt. weiterlesen >>>

Schuldnerquote

Überschuldung liegt nach Creditreform dann vor, wenn der Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm zur Deckung seines Lebensunterhaltes weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Oder kurz: Die zu leistenden monatlichen Gesamtausgaben sind höher als die Einnahmen. weiterlesen >>>

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort

Prozentuale Anteile der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (differenziert nach Nationalität und Geschlecht) mit:
1. Abschluss an einer höheren Fach-, Fachhoch-, Hochschule
2. Lehr- oder Anlernausbildung, Abschluss an einer Berufsfach- oder Fachschule und
3. Ohne abgeschlossene Berufsausbildung an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. weiterlesen >>>

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des SGB gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus besitzen. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. weiterlesen >>>

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte je Einwohnerin oder Einwohner

Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte (Ausgabenkonzept) ergibt sich dadurch, dass dem Primäreinkommen einerseits die monetären Sozialleistungen und sonstigen laufenden Transfers hinzugefügt werden, die die privaten Haushalte überwiegend seitens des Staates empfangen; abgezogen werden dagegen andererseits Einkommen- und Vermögenssteuern, Sozialbeiträge und sonstige laufende Transfers, die von den privaten Haushalten zu leisten sind. Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte entspricht damit den Einkommen, die den privaten Haushalten letztendlich zufließen und die sie für Konsum- und Sparzwecke verwenden können. (vgl. HSBN 2014, S. 135)