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Sozialbericht 2018

HSBN-2018Die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) hat sich zu einer etablierten Grundlage für die notwendige politische Diskussion über Armut und Armutsrisiken entwickelt. Die Vorstellung des Berichts zur HSBN 2018 war daher auch Anlass, das 10-jährige Jubiläum des wichtigen sozialpolitischen Instruments zu würdigen.

In dieser Ausgabe wurde ein erweiterter Blick auf die Erwerbstätigkeit gerichtet: Immer mehr Menschen stehen in Arbeit, doch nicht mit jeder Arbeit lässt sich gleichzeitig Armut vermeiden. Neben diesem Thema liefert der Bericht erweiterte Daten zur Wohnsituation bzw. Belastung durch die Miethöhe. Beobachtet werden kann außerdem, dass die Armutsgefährdung bei den Ausländerinnen und Ausländern und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ansteigt, während sie bei Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte und mit deutscher Staatsangehörigkeit sinkt. Die HSBN trägt dazu bei, die Diskussion über diese und andere Sachverhalte und Zusammenhänge zu qualifizieren.

Der Bericht zur HSBN wird durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung herausgegeben.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Durch den konjunkturellen Aufschwung der letzten Jahre fiel die Zahl der Arbeitslosen von 2011 bis 2016 in Deutschland um rund 10 % auf 2,7 Millionen. Niedersachsen weist eine ähnlich positive Entwicklung auf: Im Juni 2016 waren noch knapp 247.000 Menschen im Land arbeitslos gemeldet bei einer Quote von 5,8 %. Dies waren historisch niedrige Werte, wenngleich sie im Vergleich zum Durchschnitt der westdeutschen Länder etwas höher ausfielen. weiterlesen >>>

Armutsrisiko in Regionen und Städten

Tief regionalisierte Armutsgefährdungsquoten z. B. für Großstädte lassen sich nur in der Zusammenschau mit Daten über das Einkommen sowie die Mindestsicherung interpretieren. weiterlesen >>>

Armutsrisiko nach Lebenslagen und gesellschaftlichen Gruppen

Insbesondere junge Menschen sind überdurchschnittlich oft von Armut bedroht: Von den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren war in Niedersachsen im Jahr 2016 mehr als jede bzw. jeder Fünfte (21,1 %) armutsgefährdet. Besonders hohe Armutsgefährdungsquoten sind zudem bei Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und bei ausländischen Staatsangehörigen zu beobachten. weiterlesen >>>

Armutsrisiko- und Reichtumsquoten nach Ländern

Die Armutsgefährdungsquote Niedersachsens lag 2016 mit 16,0 % nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (15,9 %) und war gleichzeitig so hoch wie nie zuvor. Danach galten circa 1,25 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Bundesweit verblieb die Quote wie 2015 bei 15,7 %. weiterlesen >>>

Bekämpfte Armut: Soziale Mindestsicherung

Die "bekämpfte Armut" bezeichnet das Ausmaß der Abhängigkeit von staatlichen Mindestsicherungsleistungen, deren Empfängerinnen und Empfänger als "behördlich wahrgenommen" arm gelten: Durch die Transferleistungen soll ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. weiterlesen >>>

Bezugsdauer von SGB II-Leistungen

Für viele SGB II-Leistungsbeziehende ist die Hilfebedürftigkeit kein vorübergehender und zu berbrückender Umstand, sondern Dauerzustand. Anhand der Betrachtung der Leistungsbezugsdauern lassen sich Aussagen über die verfestigte Hilfebedürftigkeit machen. weiterlesen >>>

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Niedersachsens betrug im Jahr 2015 insgesamt 256,7 Milliarden Euro (Angaben für 2015, Berechnungsstand: August 2016). Pro Kopf waren das 32.591 Euro, und damit rund 4.500 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt von 37.128 Euro. weiterlesen >>>

Clusteranalyse: Regionale Strukturen auf Einheits- und Samtgemeindeebene

Um der Regionalsicht einer Sozialbericherstattung gerecht zu werden und eine Hilfe für kommunale Akteurinnen und Akteure für konkrete Maßnahmen und Entscheidungen zu sein, werden in der HSBN die einzelnen Themen soweit möglich nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf regionaler und kommunaler Ebene vergleichend betrachtet. Es wird also entweder der Landesdurchschnitt als Orientierungsmaß genommen oder der der statistischen Region oder der umliegenden Gebietseinheiten. weiterlesen >>>

Clusteranalyse: Zusammenfassung

Insgesamt zeigt sich bei der Clusteranalyse der HSBN 2018 zunächst, dass die größeren Städte eine bedeutende Ausstrahlung auf ihr Umland haben, was nicht neu ist. Oftmals als "Speckgürtel" bezeichnet, können Kommunen in unmittelbarer Nähe von der Wirtschaftskraft und Infrastruktur der größeren Städte profitieren. Zugleich weisen sie viel seltener soziale Problemlagen auf. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, und zwar dort, wo die Städte entweder weniger "strahlen" oder strukturelle Problemlagen der umliegenden Gemeinden nicht einfach durch die Nähe zur Großstadt nivelliert werden. Das großstädtische Umland muss auch seinerseits Bedingungen schaffen, um strukturell gut aufgestellt zu sein. weiterlesen >>>

Einkommen

Das verfügbare Einkommen pro Kopf betrug 2015 in Deutschland 21.583 Euro. In Niedersachsen lag es mit 20.823 Euro erheblich niedriger, der Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 2,5 % war jedoch höher als im Bundesdurchschnitt (+2,2 %). weiterlesen >>>

Einkommen, Verdienste und Vermögen

Der Arbeitsmarkt in den meisten Ländern, so auch in Niedersachsen, zeigt sich seit Jahren in robuster Verfassung, und auch die Erwerbslosenzahl hat sich verringert. In diesem Zusammenhang wird jedoch häufig die Frage diskutiert, wie sich neben dem Wandel der Erwerbsformen die Verdienstsituation der Beschäftigten verändert hat. weiterlesen >>>

Empfängerinnen und Empfänger von Wohngeld

Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnraums. Es wird als Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung (Lastenzuschuss) für den selbst genutzten eigenen Wohnraum geleistet. Das Wohngeld stellt immer nur einen Zuschuss zur Miete oder Belastung dar. Ein Teil der Wohnkosten muss in jedem Fall von der antragstellenden Person getragen werden. weiterlesen >>>

Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Sozialhilfe soll als "letztes Auffangnetz" vor Armut, sozialer Ausgrenzung und besonderer Belastung schützen. Sie soll den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. weiterlesen >>>

Mindestsicherungsempfängerinnen und -empfänger insgesamt

Ende 2016 erhielten in Niedersachsen 768.718 Menschen Mindestsicherungsleistungen, womit 9,7% der Bevölkerung auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen waren. Die Gesamtzahl der Leistungsbeziehenden verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6.338 Personen (0,8 %). weiterlesen >>>

Relative Armut und relativer Reichtum

Armut bedeutet in wirtschaftlich hochentwickelten Ländern die mangelnde Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine Einschränkung der individuellen Handlungsmöglichkeiten. Sie kann so auch zur sozialen Ausgrenzung führen. Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne, geringe Qualifikation, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine zu niedrige Altersabsicherung verstärken das Armutsrisiko und die Auswirkungen prekärer Lebenslagen. weiterlesen >>>

Verdienste

Der Bruttostundenverdienst der Voll- und Teilzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich lag 2016 in Niedersachsen bei 21,45 Euro. Frauen verdienten mit 18,79 Euro weiterhin deutlich weniger als Männer mit einem Stundenverdienst von 23,12 Euro, allerdings verringerte sich der Abstand im Vergleich zum Vorjahr abermals. weiterlesen >>>

Vermögen

Es gibt nur wenige zuverlässige Daten über das Vermögen der privaten Haushalte. Die Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) liefert immerhin Anhaltspunkte. Da die EVS nur alle fünf Jahre durchgeführt wird, liegen für 2018 keine neuen Daten vor und die Auswertung erfolgt wie in der HSBN 2017. weiterlesen >>>

Wirtschaft und Erwerbstätigkeit

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stellt die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes oder einer Region dar. Es ist aber wie das ebenfalls von den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) berechnete verfügbare Einkommen kein direkter Wohlfahrtsindikator, weil das BIP keine Auskunft darüber gibt, wie es verteilt wird. Außerdem umfasst ein komplexer Begriff wie "Wohlfahrt" auch nicht-finanzielle Komponenten der Lebensqualität. weiterlesen >>>